550.000 Abrufe von "Wie Gott uns schuf"

#OutInChurch-Film meistgesehene ARD-Doku im ersten Quartal 2022

Aktualisiert am 09.05.2022  –  Lesedauer: 

Stuttgart ‐ Auch wenn die deutsche Gesellschaft immer säkularer wird, interessieren kirchliche Themen weiterhin viele Menschen – so auch die Aktion #OutInChurch. Der dazugehörige Film war bis Ende März die meistabgerufene Dokumentation in der ARD-Mediathek.

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Der Film "Wie Gott uns schuf" zur Aktion #OutInChurch war die meistgesehene Dokumentation in der Mediathek der ARD im ersten Quartal dieses Jahres. Der Dokumentarfilm wurde 550.000 mal abgerufen, teilte der bei der Mediathek federführende SWR am Freitag mit. Damit lag "Wie Gott uns schuf" vor der ersten Folge der dreiteiligen Doku-Reihe "Nazijäger – Reise in die Finsternis" (460.000 Abrufe) und der Sendung "F@ck this Job - Abenteuer im russischen Journalismus" über den unabhängigen russischen Fernsehsender Doschd mit 440.000 Abrufen. Insgesamt verzeichnete die ARD-Mediathek 609 Millionen Abrufe im ersten Quartal 2022, was einer Steigerung von 19 Prozent im Vergleich zum Vorjahresquartal entspreche, so der SWR.

In der Dokumentation "Wie Gott uns schuf" kommen mehrere queere Menschen zu Wort, die für die Kirche arbeiten. Im Film berichten sie über ihre Diskriminierungserfahrungen im kirchlichen Umfeld aufgrund ihrer sexuellen Orientierung. Gleichzeitig mit der am 24. Januar veröffentlichten Dokumentation ging eine Internetseite online, auf der sich 125 Priester und Laien im Kirchendienst zu ihrer queeren Sexualität bekennen. Die unter dem Hashtag #OutInChurch bekanntgewordene Initiative erhielt weltweite Beachtung. Vor kurzem erschien ein Buch zur Aktion, in dem die Initiatoren, Theologen und weitere Personen weitreichende Reformen im kirchlichen Arbeitsrecht und in der Sexualmoral der Kirche fordern. (rom)