"Wichtiges Signal, dass wir der Aggression nicht ohnmächtig zuschauen"

Caritas-Präsidentin würdigt Ukraine-Hilfe der Deutschen

Aktualisiert am 17.05.2022  –  Lesedauer: 

Berlin ‐ Die Hilfsbereitschaft in Deutschland für die Menschen in der Ukraine ist nach wie vor hoch. Caritas-Präsidentin Eva Maria Welskop-Deffaa lobt die große Solidarität – und hebt die Bedeutung der humanitären Hilfe als "Teil der Lösung" hervor.

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Caritas-Präsidentin Eva Maria Welskop-Deffaa hat die Spenden- und Hilfsbereitschaft gegenüber den Menschen in der Ukraine gewürdigt. "Die große Solidarität mit den Opfern des Krieges ist ein wichtiges Signal, dass wir der Aggression nicht ohnmächtig zuschauen", sagte Welskop-Deffaa am Dienstag beim Jahresempfang des Verbandes in Berlin. Dadurch werde auch die Arbeit der Caritas in dem Land unterstützt.

Die humanitäre Hilfe sei unverzichtbarer Teil der Lösung, "an der wir politisch und zivilgesellschaftlich arbeiten, um im Angesicht vielfältig verbundener Krisen Zukunft und Zusammenhalt neu zu gestalten", so Welskop-Deffaa weiter. Der Empfang des Verbands stand mit Blick auf das 125-jährige Bestehen der Caritas im Zeichen der Jubiläums-Kampagne #DasMachenWirGemeinsam.

Caritas weiter vor Ort

Andrij Waskowycz vom Ukrainischen Weltkongress und ehemaliger Caritas-Präsident der Ukraine, zeigte sich bestürzt über die Gewalt und Brutalität beim Krieg in der Ukraine. Er sei froh, dass die Zusammenarbeit zwischen der deutschen und der ukrainischen Caritas schon lange bestehe. Die Kapazitäten für humanitäre Hilfe seien stetig ausgebaut worden. Das helfe jetzt bei der akuten Nothilfe. Trotz der Bombardierungen arbeite die Caritas vor Ort weiter.

Der Fuldaer Bischof Michael Gerber betonte, dass die Menschen aus der Ukraine, die als Geflüchtete kämen, mit ihren Erfahrungen, mit ihrer Leidensgeschichte, "aber auch mit ihrem enormen Durchhaltewillen und Zusammenhalt" beeindruckten. Für viele sei ihr christlicher Glaube eine entscheidende Ressource, aus der sie Kraft schöpften in der aktuellen Situation. (KNA)