Nach Zweifeln Bischof Bätzings, ob das "in Rom auch so angekommen ist"

Erzbistum: Kardinal Woelki hat Papst Rücktritt schriftlich angeboten

Aktualisiert am 23.05.2022  –  Lesedauer: 

Köln ‐ Bischof Georg Bätzing hat jüngst Zweifel bekundet, ob das von Kardinal Rainer Maria Woelki mitgeteilte Rücktrittsgesuch an den Papst "in Rom auch so angekommen ist". Jetzt nimmt das Erzbistum Köln dazu Stellung.

  • Teilen:

Das Erzbistum Köln hat versichert, dass Kardinal Rainer Maria Woelki dem Papst schriftlich seinen Rücktritt angeboten hat. Dies sei während seiner Anfang März beendeten Auszeit geschehen, sagte ein Sprecher am Montag auf Anfrage der Katholischen Nachrichten-Agentur (KNA).

Der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz (DBK), Bischof Georg Bätzing, hatte am Sonntag Zweifel bekundet, ob das von Woelki mitgeteilte Rücktrittsgesuch "in Rom auch so angekommen ist". Er wisse nicht, "auf welche Weise das kommuniziert worden ist", sagte Bätzing im Deutschlandfunk und ergänzte: "Der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz spielt in dieser Frage überhaupt keine Rolle für Rom. Wenn er sich nicht irgendwie einschaltet, bekommt er auch keinerlei Informationen; keinerlei."

Woelki hatte sich wegen der Querelen um die Missbrauchsaufarbeitung in seinem Erzbistum in eine rund fünfmonatige Auszeit begeben. Bei seiner Rückkehr Anfang März bat er um eine zweite Chance und teilte zugleich mit, dem Papst seinen Rücktritt angeboten zu haben. Eine Entscheidung darüber steht aus. (KNA)