Frauen verkaufen getrockneten Fisch in Palmblättern

Bitte um Solidarität

Weltkirche - Mit einer feierlichen Messe und einem anschließenden Fest ist am Sonntag im Paderborner Dom der diesjährige Monat der Weltmission deutschlandweit eröffnet worden. Das biblische Leitwort lautet: "Dein Wort ist ein Licht für meine Pfade". Mit dem Paderborner Erzbischof Hans-Josef Becker und dem Präsidenten des Missionswerkes missio, Prälat Klaus Krämer, feierten rund 1.000 Gläubige den Gottesdienst.

Paderborn - 30.09.2012

Im Mittelpunkt der diesjährigen missio-Kampagne steht Papua-Neuguinea. In seiner Predigt sagte Erzbischof Becker, es gehöre mittlerweile "zu den Grundeinsichten der Kirche in Europa", dass auch sie missionarische Impulse aus der Weltkirche brauche. Die gegenseitige Stärkung im Glauben zeuge von der Lebendigkeit des Evangeliums.

Lernen von der Weltkirche

Missio-Präsident Krämer sagte, er hoffe, dass auf Christen in Deutschland ein Funke überspringe. Sie sollten "von der Weltkirche lernen" und sich mit ihr solidarisch erklären. Schon im Vorfeld des Eröffnungsgottesdienstes hatte er im Rahmen eines Pressegesprächs betont, bei der Aktion handele sich nicht nur um eine "Kollektensammlung der deutschen Kirche". Vielmehr sei die Initiative die größte Solidaritätsaktion der katholischen Kirche und werde in allen Bistümern weltweit gehalten.

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Im Monat der Weltmission 2012 steht die Arbeit der katholischen Kirche in Papua-Neuguinea im Mittelpunkt. Ein Blick auf die Insel Bougainville

Beispielhaft für seine Arbeit stellt missio in diesem Jahr Projekte in Papua-Neuguinea vor. Der Inselstaat nördlich von Australien erlebt einen rasanten wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Wandel. Vor allem der Abbau von Rohstoffen durch internationale Unternehmen verursacht Probleme für die Bevölkerung. Die katholische Kirche will dabei laut missio jenen Menschen zur Seite stehen, die die Folgen dieses Wandels nicht bewältigen können. So kümmerten sich etwa Ordensschwestern um Frauen, die Opfer von Gewalt wurden, oder um drogenabhängige Jugendliche.

Kollekte für die Weltmission am 28. Oktober

Auf Einladung von missio berichten Gäste aus Papua-Neuguinea in den kommenden Wochen bei rund 300 Veranstaltungen in deutschen Kirchengemeinden über ihre Arbeit. Mit jährlich rund 60 Millionen Euro aus Spenden und Kollekten unterstützt missio mehr als 2.000 Projekte weltweit. Die Kollekte für die Weltmission wird am 28. Oktober in allen katholischen Kirchen gehalten.

Bereits am Freitag hatte misso eine Wanderausstellung unter dem Titel "Glaubenszeugen" eröffnet. Sie ist ein Beitrag zum "Jahr des Glaubens", das Papst Benedikt XVI. mit Blick auf das Konzilsjubiläum ausgerufen hat. Die Ausstellung porträtiert zwölf Männer und Frauen, die ihren Glauben beispielhaft leben, darunter die Sängerin Patricia Kelly und die Ordensfrau Mutter Teresa. "Wir wollen den Menschen Mut machen, es in ihrem Leben auch mal mit dem Glauben zu probieren." Bis zum November 2013 wandert die Ausstellung durch weitere deutsche Bistümer. Nach Paderborn wird Fulda die zweite Station sein.

Informationen zur missio-Aktion

Weitere Informationen zum Monat der Weltmission hat unser Partnerportal Weltkirche zusammengestellt. Dort finden Sie unter anderem ein Interview mit missio-Präsident Prälat Klaus Krämer, der erklärt, warum in diesem Jahr das Land Papua-Neuguinea im Fokus steht.