Heroischer Tugendgrad für Gläubige aus aller Welt

Papst Franziskus macht Weg für sechs Seligsprechungen frei

Aktualisiert am 05.08.2022  –  Lesedauer: 

Vatikanstadt ‐ Der heroische Tugendgrad ist ein Schritt auf dem Weg, selig- oder sogar heiliggesprochen zu werden. Papst Franziskus hat unter anderem mit dieser Auszeichnung den Weg für sechs Gläubige freigemacht. Einer davon steht symbolisch für die Weltlage.

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Papst Franziskus macht den Weg zu Seligsprechungen von sechs katholischen Gläubigen frei. So erkannte das Kirchenoberhaupt den Märtyrertod des ukrainischen Priesters Pietro Paolo Oros an, wie der Vatikan am Freitag mitteilte. Der griechisch-katholische Geistliche hatte trotz Verbots des sowjetischen Regimes seine Arbeit fortgesetzt. 1953 wurde er auf der Flucht von einem Polizisten erschossen.

Weiter erkannte der Papst fünf weiteren Personen den sogenannten heroischen Tugendgrad zu: dem kolumbianischen Priester Jesus Antonio Gomez (1895-1971), dem italienischen Kapuziner Umile da Genova (1898-1969), dem spanischen Priester Johannes Sanchez Hernandez (1902-1975), dem brasilianischen Priester Vittorio Coelho de Almeida (1899-1987) und der indischen Ordensfrau Maria Celina Kannanaikal (1931-1957).

Der heroische Tugendgrad drückt aus, dass ein Mensch die christlichen Tugenden des Glaubens, der Hoffnung und der Liebe in seinem Leben in vorbildlicher Weise gelebt hat. Er ist eine Voraussetzung für Selig- und Heiligsprechungen. Liegt kein Martyrium vor, braucht es für eine Seligsprechung noch ein offiziell bestätigtes Wunder, das auf Fürsprache des Verstorbenen erfolgte. (KNA)