Franziskus wolle Nähe durch einen Besuch der Ukraine zum Ausdruck bringen

Kiews Vatikan-Botschafter: Papst reist bald in die Ukraine

Aktualisiert am 06.08.2022  –  Lesedauer: 

Rom ‐ Die nächste Reise des Papstes nach Kasachstan steht bald an. Doch schon davor könnte Franziskus noch ein anderes Land besuchen – nämlich die Ukraine. Das berichtet zumindest Vatikan-Botschafter Andrij Jurasch nach einem Treffen mit dem Pontifex.

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Laut Kiews Vatikan-Botschafter möchte Papst Franziskus die Ukraine noch vor seiner Reise nach Kasachstan im September besuchen. "Ich bin der Ukraine sehr nahe und möchte diese Nähe durch einen Besuch der Ukraine zum Ausdruck bringen", zitiert der Diplomat Andrij Jurasch den Papst nach einem Treffen am Samstag. In seiner Nachricht auf Twitter heißt es weiter, dass die Ukraine schon seit vielen Jahren und besonders seit Beginn des Krieges auf einen Besuch des Kirchenoberhauptes warte. "Ich werde glücklich sein, ihn zu begrüßen, vor seiner Reise nach Kasachstan", schließt Jurasch.

Der Botschafter traf am Samstag zu einem Gespräch mit Papst Franziskus zusammen. Die Zusammenkunft bestätigte der Vatikan, Gesprächsinhalte nannte er jedoch nicht. Schon länger stehen Spekulationen im Raum, ob Franziskus vor dem Besuch eines interreligiösen Kongresses in Kasachstan in die Ukraine reist. Der vatikanische Außenbeauftragte, Erzbischof Paul Gallagher, hatte das zuletzt nicht ausgeschlossen. Franziskus selbst hatte bereits mehrfach den Wunsch geäußert, Kiew zu besuchen.

Treffen mit Patriarch Kyrill I. in Kasachstan weiterhin unklar

Weiterhin unklar ist auch, ob Franziskus und der russisch-orthodoxe Patriarch Kyrill I. bei dem für den 14./15. September geplanten Kongress in der kasachischen Hauptstadt Nur-Sultan zusammentreffen werden. Beide bestätigten ihre Teilnahme, bislang aber kein Zusammentreffen.

Vor dem Gespräch mit Ukraine-Vertreter Jurash hatte es am Freitag ein Treffen zwischen Papst und dem Außenbeauftragten des Moskauer Patriarchats, Metropolit Antonij (Sevrjuk), gegeben; einem engen Vertrauten von Patriarch Kyrill I. (KNA)