Betrügerische Absicht angenommen

Bistum Speyer warnt vor falschem Priester

Aktualisiert am 25.08.2022  –  Lesedauer: 

Speyer ‐ Mit einer E-Mail-Adresse versucht ein mutmaßlicher Betrüger, sich als Mitarbeiter der Diözese Speyer auszugeben. Vor dem angeblichen Priester wird nun deutschlandweit gewarnt – es ist nicht der erste Fall, in dem Betrüger sich als Kleriker ausgeben.

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Das Bistum Speyer warnt vor einem angeblichen Priester. Im aktuellen Amtsblatt der Diözese wird vor einem Sebastian Wühl gewarnt, der sich als hauptamtlicher Mitarbeiter des Bistums ausgibt. Es gebe Anhaltspunkte dafür, dass eine angebliche Bistums-E-Mail-Adresse für betrügerische Zwecke verwendet werde. "Von jeglicher Zusammenarbeit mit Herrn Sebastian Wühl wird dringend abgeraten!", so das Amtsblatt weiter. Gegenüber katholisch.de teilte eine Sprecherin am Donnerstag mit, dass das Bistum bereits Strafanzeige erstattet hat. Aufgrund der laufenden Ermittlungen seien derzeit keine weiteren Auskünfte zu dem Fall möglich. Das Bistum fordert mögliche von Wühl geschädigte Pfarreien sowie Haupt- und Ehrenamtliche im kirchlichen Dienst auf, sich beim Bischöflichen Rechtsamt Speyer zu melden. Details zur Art der angenommenen Betrugsversuchen sind nicht bekannt.

Die Warnung wurde mittlerweile auf das gesamte Gebiet der Deutschen Bischofskonferenz (DBK) ausgedehnt. Es sei nicht auszuschließen, dass Wühl seine Aktivitäten auch in anderen Bistümern fortführe, heißt es in einer auf Veranlassung der DBK im aktuellen Osnabrücker Amtsblatt veröffentlichten Warnung, aus der hervorgeht, dass sich Wühl zuletzt auch als Priester ausgegeben habe.

Immer wieder warnen kirchliche Stellen vor angeblichen Priestern oder Bischöfen. Auch Versuche, per "Enkeltrick" Geld von Pfarrbüros zu erhalten, hatten sich zuletzt gehäuft. Im Juli gab sich ein Mann im Bistum Trier als Pfarrer aus und konnte mindestens 350 Euro durch Betrug erbeuten. Im Mai hatte die DBK im Vorfeld der ursprünglich geplanten Zentralafrika-Reise von Papst Franziskus vor Betrügern gewarnt, die angeblich im Namen des Erzbischofs von Kinshasa um Spenden baten. Im März warnte die DBK vor einem Mann, der sich seit vielen Jahren als mit der katholischen Kirche unierter Bischof ausgebe. "Er ist es aber nicht", hieß es in der Warnung. (fxn)