Kurienkardinal: Jemand missbraucht meinen Namen

Betrugs-E-Mails: Bistum warnt vor falschem Kurt Koch

Aktualisiert am 12.09.2022  –  Lesedauer: 

Sitten ‐ Immer wieder geben Betrüger sich als Priester aus, um Geld von ahnungslosen Menschen zu erbeuten. In der Schweiz behauptet ein Absender jetzt, er sei Kurienkardinal Kurt Koch. Der Betrug ist dabei leicht zu durchschauen.

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Das Schweizer Bistum Sitten warnt vor Betrügern, die sich als prominente Kirchenvertreter ausgeben. "Einige Priester des Bistums wurden per E-Mails auf die bevorstehende Ankunft von Kardinal Kurt Koch oder anderen Kardinälen angesprochen", heißt es im aktuellen Amtsblatt. "Achtung, es handelt sich um einen Betrug, dessen Ziel es ist, um einen Geldvorschuss zu bitten", so die Warnung des Bistums. Die Sittener Bistumsleitung mahnt, bei E-Mails immer die Absenderadresse zu überprüfen und verdächtige E-Mails nicht zu öffnen. "In diesem Fall handelt es sich um eine 'gmail'-Adresse."

Gegenüber dem Schweizer Internetportal "kath.ch" (Montag) betonte der ehemalige Bischof von Basel und jetzige Kurienkardinal Kurt Koch: "Offensichtlich missbraucht jemand meinen Namen, um sich an Geld heranzumachen." Laut dem Bericht strotzt die Betrugs-E-Mail allerdings vor Fehlern. Ein Pfarrer sei demnach nicht als Pfarrer, sondern als "Pater" angesprochen worden.

Auch sonst sei der Text sehr holprig und wirke, wie mit einem Internet-Programm übersetzt. "Meine Schritte führen mich aufs Land und insbesondere zu einem ganz privaten Besuch in  Visp  vom 30. bis 31. August 2022, um einen alten Genesung Freund zu besuchen, der dort nicht weit von dort lebt", zitiert kath.ch aus einer E-Mail. Die E-Mail-Adresse des Betrügers: kurtkoch74@gmail.com (cbr)