Datenverschlüsselung durch eingeschleuste Software

Hackerangriff auf katholischen Sozialdienstleister SKM

Aktualisiert am 23.09.2022  –  Lesedauer: 

Düsseldorf ‐ Nach der Münchner Caritas hat es nun den SKM in Düsseldorf erwischt: Erneut gab es einen Hackerangriff auf einen kirchlichen Sozialdienstleister. Man habe weiteren Schaden abwenden können – dennoch könnten persönliche Daten abgegriffen worden sein.

  • Teilen:

Der Düsseldorfer katholische Sozialdienstleister SKM gGmbH und ihm angeschlossene verbandliche Einrichtungen sind Opfer eines Hackerangriffs geworden. Dabei seien durch eine von außen eingeschleuste Schadsoftware Teile der gespeicherten Daten verschlüsselt und kopiert worden, heißt es in einem am Donnerstag veröffentlichten Schreiben des SKM-Generalsekretärs Stephan Buttgereit. Sowohl die staatlichen Ermittlungsbehörden als auch die zuständige Datenschutzaufsicht seien über den Vorgang informiert und in die weitere Aufarbeitung eingebunden. Die SKM gGmbH befindet sich in Trägerschaft des SKM Bundesverbands, eines katholischen Verbands für soziale Dienste. Die Abkürzung leitet sich vom früheren Namen der Organisation, "Sozialdienst katholischer Männer", ab.

Unmittelbar nach Feststellung des Angriffs seien die Systeme vom Netz getrennt und heruntergefahren worden, sodass kein weiterer Schaden habe entstehen können. Alle Systeme seien vollständig neu aufgesetzt oder neu installiert und stünden wieder "voll funktionsfähig" zur Verfügung. Allerdings könne nicht ausgeschlossen werden, dass sich unter den verschlüsselt abgezogenen Daten auch persönliche Informationen befinden.

Zuletzt hatte es eine Cyber-Attacke auf den Caritasverband der Erzdiözese München und Freising gegeben. Bei der Attacke wurden Daten abgegriffen und Dateien durch eine Schadsoftware verschlüsselt. Die Täter forderten Lösegeld in einer Kryptowährung. Der Caritasverband entschied sich jedoch, nicht darauf einzugehen. (mal)