Geistlicher hatte Schlösser verklebt und Ketten am Eingang der Klinik angebracht

Nach Blockade von Abtreibungsklinik: Priester droht Haft

Aktualisiert am 25.01.2023  –  Lesedauer: 

Washington ‐ Der Franziskaner hatte Schlösser einer Abtreibungsklinik verklebt und Ketten am Eingang angebracht. Anschließend legte er sich vor das Tor und versperrte dem Autoverkehr den Weg zur Klinik. Nun droht ihm eine Haftstrafe.

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Einem katholischen Priester aus New York droht wegen der Blockade einer Abtreibungsklinik eine Gefängnisstrafe. Ein Gericht befand den 52-Jährigen laut örtlichen Medienberichten (Dienstag Ortszeit) für schuldig, im Juli zwei Stunden lang den Betrieb des Gesundheitszentrum der Organisation Planned Parenthood in Hempstead gestört zu haben. Das genaue Strafmaß soll im April verkündet werden. 

Der Ordensmann der Franziskaner hatte nach Angaben der Staatsanwaltschaft Schlösser verklebt und Ketten am Eingang der Klinik angebracht. Anschließend legte er sich vor das Haupttor und versperrte dem Autoverkehr den Weg. So habe er Frauen daran gehindert, "ihr Recht auf lebenswichtige Reproduktions- und Schwangerschaftsdienste in Anspruch zu nehmen", so der Wortlaut der Anklage. 

Pro-Life-Organisationen lobten hingegen die Protestaktion des Priesters. Seine Tat sei als "Reaktion auf die drohende Vernichtung unschuldiger Menschen völlig angemessen", erklärten die "Citizens for a Pro-Life Society". (KNA)