Diaspora ist kein Schreckgespenst
Das Bonifatiuswerk präsentiert den Jahresbericht 2014

Diaspora ist kein Schreckgespenst

Hilfswerke - Mit insgesamt 14,6 Millionen Euro hat das Bonifatiuswerk der deutschen Katholiken im Jahr 2014 Projekte in der Diaspora gefördert. Das sind 4,3 Millionen Euro mehr als im Vorjahr. Die Ziele des Hilfswerks seien aktuell wie noch nie, sagt Generalsekretär Georg Austen.

Paderborn - 03.06.2015

Das "Hilfswerk für den Glauben" erzielte demnach Einnahmen in Höhe von 22,5 Millionen Euro für die Unterstützung von Katholiken in der Diaspora in Deutschland, Nordeuropa und dem Baltikum. Erstmals seien Fördergelder in Höhe von 4,2 Millionen für Projekte des Diaspora-Kommissariats in Nordeuropa über das Bonifatiuswerk weitergeleitet worden, hieß es. Im Einzelnen förderte das Bonifatiuswerk nach eigenen Angaben unter anderem 76 Bauprojekte, 736 Projekte der Kinder- und Jugendhilfe und 28 Projekte der Glaubenshilfe. Durch die Verkehrshilfe konnte die Anschaffung von 38 "BONI-Bussen" und Gemeindefahrzeugen finanziert werden.

Der Präsident des Bonifatiuswerks, Heinz Paus, bedankte sich bei allen Spendern und Förderern. "Durch ihre Hilfe hat der Glaube auch dort eine Zukunft, wo Katholiken nur eine kleine Minderheit bilden", sagte er. Die Ziele des Werks seien aktueller denn je, ergänzte Generalsekretär Georg Austen. Dies zeige sich daran, dass Deutschland mehr und mehr zur Diasporaregion werde. "Wir sehen diese Entwicklung aber nicht als ein Schreckgespenst", betonte Austen. "Vielmehr stellen wir uns dieser Herausforderung, indem wir unsere finanzielle Hilfe weiter konsolidieren, unsere Transparenz weiterhin erhöhen, unsere alte Kirche jung erhalten und die Menschen auf den Geschmack des Evangeliums bringen." (KNA)

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