Petition gegen Papstbotschafter
Nach Papsttreffen mit Kim Davis: US-Organisation fordert Rücktritt von Nuntius Vigano

Petition gegen Papstbotschafter

USA - Die Begegnung von Papst Franziskus mit der wegen ihrer Ablehnung der "Homo-Ehe" bekanntgewordenen Standesbeamtin Kim Davis sorgt weiter für Unruhe. Jetzt wurde eine Petition gestartet, in der der Nuntius in den USA zum Rücktritt aufgefordert wird.

Washington - 07.10.2015

Der Leiter von "Faithful America", Michael Sheppard, sagte der Internetseite "Huffington Post", er hoffe, der Nuntius werde erkennen, dass es Zeit sei zu gehen. Der Vatikan habe deutlich gemacht, dass Franziskus nicht mit der von Kim Davis geführten "Kulturkampf-Politik" in Verbindung gebracht werden wolle. Die Amtszeit des 74-jährigen Italieners Vigano in den USA endet turnusgemäß Anfang 2016.

US-Medien hatten nach der jüngsten Papstreise ausführlich über die Einladung von Davis in die Nuntiatur berichtet. Die Begegnung mit Franziskus sei von Erzbischof Vigano arrangiert worden, hieß es. Der Vatikan selbst erklärte nach dem Bekanntwerden der kurzen Begegnung, Franziskus habe nicht um die Hintergründe gewusst und auch nicht Davis' Agenda unterstützen wollen.

Davis, Mitglied der Neuapostolischen Kirche und Standesamtsleiterin im US-Bundesstaat Kentucky, hatte sich mehrfachen richterlichen Anordnungen widersetzt, gleichgeschlechtlichen Paaren die Zulassungsdokumente für eine Eheschließung auszustellen. Sie berief sich dabei auf ihre Glaubensüberzeugungen. Ein Bundesrichter schickte sie für sechs Tage in Beugehaft. Davis erklärte nach ihrer Entlassung, ihre Haltung nicht aufgeben zu wollen. (KNA)