Publizistische Kommission spricht sich für einheitliche Regelungen im Jugendmedienschutz aus

Fürst: Sinnvolle Orientierung für den Nutzer notwendig

Aktualisiert am 07.12.2015  –  Lesedauer: 
Medien

Bonn ‐ Die Publizistische Kommission der Bischofskonferenz hat sich für einheitliche Regelungen im Jugendmedienschutz ausgesprochen. Das Gremium informierte sich über die Lage der gesetzlichen Initiativen zu einer Neuordnung des Jugendmedienschutzes.

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Der Vorsitzende der Kommission, Bischof Gebhard Fürst , betonte, dass das Gremium es grundsätzlich begrüße, dass nach einer Phase des Schweigens Bund und Länder den festen Willen bekundet hätten, auch angesichts der Schwierigkeiten im Zeitalter digitaler Verbreitung nicht zu kapitulieren. Vielmehr hätten Bund und Länder deutlich gemacht, dass sie weiterhin den Anspruch verfolgten, gesetzliche Regelungen für entwicklungsbeeinträchtigende oder jugendgefährdende Angebote auch im Internet umzusetzen.

Die Publizistische Kommission ist nach Angaben der Bischofskonferenz der Auffassung, dass die Vorschläge, die jetzt mit dem Entwurf der 18. Novelle zum Jugendmedienschutzstaatsvertrag und dem Diskussionspapier des Bundes vorlägen, noch nicht genügend ausdiskutiert seien. Bischof Fürst hofft, dass die Probleme, die sich aus der geteilten Zuständigkeit für Trägermedien (Bund) und Telemedien (Länder) ergeben, überwunden werden können: "Es kommt am Ende darauf an, dass die Nutzer sich darauf verlassen können, dass gleiche Inhalte im Online- und Offline-Bereich nach vergleichbaren Kriterien und Verfahren altersmäßig eingestuft werden. Nur so kann es eine sinnvolle Orientierung für den Nutzer geben."

Der Mainzer Medienpädagoge Andreas Büsch, Leiter der Clearingstelle Medienkompetenz der Bischofskonferenz, machte darauf aufmerksam, dass gesetzliche Regelungen nur eine begrenzte Schutzwirkung entfalten könnten. Deshalb sei es notwendig, auf eine verstärkte Bildungsinitiative zu setzen. Er forderte eine Weiterentwicklung des erzieherischen Jugendmedienschutzes, was eine Einbeziehung der pädagogischen Akteure sowie eine positive Sicht auf den Medienumgang junger Menschen einschließt. Dies fand in der Publizistischen Kommission einhellige Unterstützung. (stz)

Rubrik: Medien

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