Drei OP-Ärzte während einer Operation im Bauchbereich

Krankenhaus

Krankheit kann jeden zu jeder Zeit treffen. Von einer schweren Krankheit betroffen, stürzen Menschen oft in eine Krise, auch geistig. Ob Hauptamtliche oder Ehrenamtliche: helfende Seelsorger gibt es viele.

Von Hans-Gerd Angel |  Bonn - 07.01.2015

Zutiefst davon überzeugt, dass Gott das Heil des ganzen Menschen will, sorgt sich die Kirche seit ihrem Bestehen um Kranke, so wie es ihr biblischer Auftrag ist. Jesus selbst hat in seinen in den Evangelien vielfach berichteten Krankenheilungen die Bedeutung dieser Zuwendung zu Menschen in existenzieller bedrohten Situationen hervorgehoben und seinen Jüngern den Auftrag gegeben: "Heilt Kranke!" (Mt. 10,8)

Die Krankenhausseelsorge ist die spezielle Seelsorge christlicher Kirchen in Krankenhäusern. In Deutschland ist sie in der Verfassung garantiert (Art. 140 GG). Der Seelsorgebereich wird in der Regel von hauptamtlichen Seelsorgern, von Priestern, Diakonen, Pastoralreferenten und Gemeindereferenten ausgeübt. Daneben gibt es auch ehrenamtliche Krankenhausseelsorger, die von hauptamtlichen Seelsorgern dazu qualifiziert und begleitet werden.

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Volker Farrenkopf hat Gäste eingeladen, die im System Krankenhaus arbeiten und sich bemühen, Apparatemedizin und menschliche Zuwendung in Einklang zu bringen.

Krankenhausseelsorge richtet sich an die Patienten und ihre Angehörigen sowie die Mitarbeiter der Krankenhäuser. Seelsorger begleiten diese Personengruppen durch Gespräche und Gebet, bereiten sie auf die Sakramentenspendung vor, sind darüber hinaus aber auch in der Aus- und Fortbildung der Mitarbeitenden wie in Ethikgremien tätig.

Die Tätigkeit in dem komplexen Gebilde Krankenhaus erfordert von den Krankenhausseelsorgern eine gründliche Vorbereitung für ihr Handeln. Sie werden in theologischer, pastoraler, pädagogischer, psychologischer Hinsicht auf ihre Tätigkeit vorbereitet. Zudem erfahren sie eine ständige Praxisbegleitung. Eine zunehmende Herausforderung für die katholische Krankenhausseelsorge stellt die Sicherstellung der Rufbereitschaft für sterbende Menschen dar.

Von Hans-Gerd Angel

Erzbistum München

Beispielhaft für andere Bistümer sei hier das Seelsorgeportal für Krankenhaus-, Trauer- oder Hospiz- und Palliativpastoral aufgeführt.