Die Bibel

Einheitsübersetzung der Heiligen Schrift, vollständig durchgesehene und überarbeitete Ausgabe
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Berufung des Kyrus: 41,1-5
41
1 Ihr Inseln, hört schweigend auf mich, / die Völker sollen neue Kraft empfangen!
Sie sollen herantreten und ihre Sache vorbringen, / gemeinsam wollen wir vor Gericht gehen.
 
2 Wer hat vom Aufgang der Sonne den erweckt, / dem Gerechtigkeit folgt auf seinen Schritten?
Wer gibt ihm die Nationen preis / und unterwirft ihm die Könige?
Sein Schwert macht sie zu Staub, / sein Bogen macht sie zu Spreu, die verweht.
 
3 Er verfolgt sie, rückt unversehrt vor, / berührt kaum mit den Füßen den Weg. 
4 Wer hat das bewirkt und vollbracht? / Er, der von Anfang an die Generationen ins Dasein rief.
Ich, der HERR, bin der Erste / und noch bei den Letzten bin ich derselbe.
 
5 Die Inseln sehen es und geraten in Furcht, / die Enden der Erde erzittern; / sie nähern sich und kommen herbei. 
Herstellung des Götterbildes: 41,6-7
6 Dabei hilft einer dem andern; / er sagt zu seinem Bruder: Sei stark! 
7 So stärkt der Handwerker den Goldschmied, / der, der mit dem Hammer glättet, den Schmied am Amboss.
Er sagt: Die Lötung ist gut! / Dann befestigt er das Ganze mit Nägeln, / damit es nicht wackelt.
 
Israel-Jakob, der Knecht Gottes und Nachkomme Abrahams: 41,8-16
8 Du aber, Israel, mein Knecht, / Jakob, den ich erwählt habe, / Nachkomme meines Freundes Abraham: 
9 Ich habe dich von den Enden der Erde ergriffen, / aus ihrem äußersten Winkel habe ich dich gerufen.
Ich habe zu dir gesagt: Du bist mein Knecht, / ich habe dich erwählt und dich nicht verworfen.
 
10 Fürchte dich nicht, denn ich bin mit dir; / hab keine Angst, denn ich bin dein Gott!
Ich habe dich stark gemacht, / ja ich habe dir geholfen und dich gehalten mit meiner siegreichen Rechten.
 
11 Siehe, es müssen sich schämen und werden zuschanden alle, / die sich gegen dich erhitzen.
Die Männer, die mit dir streiten, / werden wie ein Nichts und vergehen.
 
12 Du wirst sie suchen, aber nicht mehr finden, / die Männer, die dich befeinden.
Die Männer, die dich bekriegen, / werden wie ein Nichts und nichtig.
 
13 Denn ich bin der HERR, dein Gott, / der deine rechte Hand ergreift
und der zu dir sagt: Fürchte dich nicht, ich habe dir geholfen.
 
14 Fürchte dich nicht, du armer Wurm Jakob, / du kleines Israel!
Ich habe dir geholfen - Spruch des HERRN. / Und dein Erlöser ist der Heilige Israels.
 
15 Siehe, zu einem Dreschschlitten mache ich dich, / zu einem neuen Schlitten mit vielen Schneiden.
Berge wirst du dreschen und sie zermalmen / und Hügel machst du zu Spreu.
 
16 Du worfelst sie und es verweht sie der Wind, / es zerstreut sie der Sturm.
Du aber jubelst über den HERRN, / du rühmst dich des Heiligen Israels.
 
Verwandlung der Wüste: 41,17-20
17 Die Elenden und Armen suchen Wasser, / doch es ist keines da; / ihre Zunge vertrocknet vor Durst.
Ich, der HERR, will sie erhören, / ich, der Gott Israels, verlasse sie nicht.
 
18 Auf den kahlen Hügeln lasse ich Ströme hervorbrechen / und Quellen inmitten der Täler.
Ich mache die Wüste zum Wasserteich / und das ausgetrocknete Land zu sprudelnden Wassern.
 
19 In der Wüste pflanze ich Zedern, / Akazien, Ölbäume und Myrten.
In der Steppe setze ich Zypressen, / Platanen und auch Eschen,
 
20 damit alle sehen und erkennen, / begreifen und verstehen,
dass die Hand des HERRN dies gemacht hat, / dass der Heilige Israels es erschaffen hat.
 
Ohnmacht der fremden Götter: 41,21-29
21 Bringt eure Sache vor, spricht der HERR, / schafft eure Beweise herbei, spricht Jakobs König! 
22 Sie sollen vorbringen und uns kundtun, / was sich ereignen wird.
Was bedeutet das Vergangene? Teilt es uns mit, / damit auch wir unseren Sinn darauf richten und sein Ende erfahren!
Oder lasst uns das Zukünftige hören!
 
23 Tut kund, was später noch kommt, / damit wir erkennen: Ja, ihr seid Götter!
Ja, tut Gutes und tut Böses, / damit wir alle zusammen schauen und sehen!
 
24 Siehe, ihr seid nichts, / euer Tun ist ein Nichts; / einen Gräuel wählt, wer immer euch wählt. 
25 Ich habe ihn vom Norden erweckt und er kam; / vom Aufgang der Sonne her ruft er meinen Namen an.
Er zertritt Fürsten wie Lehm, / wie ein Töpfer, der den Ton stampft.
 
26 Wer hat es kundgetan von Anfang an, / sodass wir es wussten?
Wer hat es im Voraus kundgetan, / sodass wir sagen konnten: Es ist richtig?
Niemand hat es kundgetan, / niemand hat es gemeldet, / keiner hörte von euch ein einziges Wort.
 
27 Ich habe zu Zion als Erster gesagt: Siehe, da sind sie! / und gebe Jerusalem einen Freudenboten. 
28 Ich blicke umher, doch niemand ist da / und unter diesen ist kein Ratgeber, / dass ich sie fragen könnte und sie mir Antwort gäben. 
29 Siehe, sie alle sind nichts, / ihr Tun ist ein Nichts; / windig und nichtig sind die Bilder der Götter.