Glaube
17
Oktober
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Ignatius soll der Überlieferung nach noch Schüler des Apostels Johannes gewesen sein und wird zu den sogenannten "apostolischen Vätern" gerechnet. Er ist einer der wichtigsten Zeugen der alten Kirche. Ignatius führte den Beinamen Theophoros, "Gottesträger", und war Bischof von Antiochien im antiken Syrien (heute Antakya in der Türkei). Um 110 wurde er unter Kaiser Trajan wegen seines Glaubens verhaftet und nach Rom gebracht. Auf der Reise schrieb er seinen Gemeinden sieben Briefe, die zu den wichtigsten Quellen für die Kirchen- und Dogmengeschichte gehören. Er betonte die bischöfliche Autorität und gebrauchte als erster den Begriff  "katholische" (weltumspannende) Kirche. In Rom fand Ignatius den Märtyrertod - er soll im Zirkus von Löwen zerrissen worden sein.

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Gebet des Tages

Seid darauf bedacht,
nur eine Eucharistie zu feiern;

denn es gibt nur einen Leib
unseres Herrn Jesus Christus
und nur einen Kelch
zur Vereinigung mit seinem Blut;

es gibt nur einen Altar,
wie auch nur einen Bischof
mit der Priesterschaft
und den Diakonen.

(Ignatius von Antiochien)

Röm 1, 16-25

Lesung aus dem Brief des Apostels Paulus an die Römer

Schwestern und Brüder!

Ich schäme mich des Evangeliums nicht: Es ist eine Kraft Gottes, die jeden rettet, der glaubt, zuerst den Juden, aber ebenso den Griechen. Denn im Evangelium wird die Gerechtigkeit Gottes offenbart aus Glauben zum Glauben, wie es in der Schrift heißt: Der aus Glauben Gerechte wird leben.

Der Zorn Gottes wird vom Himmel herab offenbart wider alle Gottlosigkeit und Ungerechtigkeit der Menschen, die die Wahrheit durch Ungerechtigkeit niederhalten. Denn was man von Gott erkennen kann, ist ihnen offenbar; Gott hat es ihnen offenbart.

Seit Erschaffung der Welt wird seine unsichtbare Wirklichkeit an den Werken der Schöpfung mit der Vernunft wahrgenommen, seine ewige Macht und Gottheit. Daher sind sie unentschuldbar.

Denn sie haben Gott erkannt, ihn aber nicht als Gott geehrt und ihm nicht gedankt. Sie verfielen in ihrem Denken der Nichtigkeit, und ihr unverständiges Herz wurde verfinstert.

Sie behaupteten, weise zu sein, und wurden zu Toren. Sie vertauschten die Herrlichkeit des unvergänglichen Gottes mit Bildern, die einen vergänglichen Menschen und fliegende, vierfüßige und kriechende Tiere darstellen.

Darum lieferte Gott sie durch die Begierden ihres Herzens der Unreinheit aus, so dass sie ihren Leib durch ihr eigenes Tun entehrten. Sie vertauschten die Wahrheit Gottes mit der Lüge, sie beteten das Geschöpf an und verehrten es anstelle des Schöpfers - gepriesen ist er in Ewigkeit. Amen.

Lk 11, 37-41

Aus dem heiligen Evangelium nach Lukas

In jener Zeit lud ein Pharisäer Jesus zum Essen ein. Jesus ging zu ihm und setzte sich zu Tisch. Als der Pharisäer sah, dass er sich vor dem Essen nicht die Hände wusch, war er verwundert.

Da sagte der Herr zu ihm: O ihr Pharisäer! Ihr haltet zwar Becher und Teller außen sauber, innen aber seid ihr voll Raubgier und Bosheit. hr Unverständigen! Hat nicht der, der das Äußere schuf, auch das Innere geschaffen? Gebt lieber, was in den Schüsseln ist, den Armen, dann ist für euch alles rein.

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