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Eucherius von Orléans

Eucherius von Orléans (um 694-738) wurde ausgerechnet seine hohe Bildung (Beispielbild siehe oben) zum Verhängnis: Der Sohn einer einflussreichen Familie trat früh in ein Benediktinerkloster in Jumièges (Normandie) ein, studierte Theologie und empfing die Priesterweihe. Von seinem weiteren Lebensweg hatte der junge Mann eine sehr genaue Vorstellung: Eucherius wollte in aller Zurückgezogenheit gut benediktinisch beten und arbeiten. Doch seine Bildung und persönliche Reife sprachen sich nicht nur im Kloster herum: 719 wurde der nur etwa 25-Jährige dazu genötigt, Bischof von Orléans zu werden. Als der fränkische Hausmeier Karl Martell Kirchengüter verstaatlichen wollte, widersetzte sich Eucherius und wurde daraufhin zuerst nach Köln und dann nach Sint-Truiden (heute Belgien) verbannt. Dort starb er am 20. Februar 738.

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Gebet des Tages

Gott, unser Vater,
sieh an unsere Not
und wende uns dein Erbarmen zu.

Stärke den Glauben deiner Kinder
und erleichtere ihre Bürde,
damit sie sich mit Zuversicht
deiner Vorsehung anvertrauen.

(aus dem Tagesgebet)

Gen 8, 6-13.15-16a.18a.20-22

Lesung aus dem Buch Genesis

Nach vierzig Tagen öffnete Noach das Fenster der Arche, das er gemacht hatte, und ließ einen Raben hinaus. Der flog aus und ein, bis das Wasser auf der Erde vertrocknet war.

Dann ließ er eine Taube hinaus, um zu sehen, ob das Wasser auf der Erde abgenommen habe. Die Taube fand keinen Halt für ihre Füße und kehrte zu ihm in die Arche zurück, weil über der ganzen Erde noch Wasser stand. Er streckte seine Hand aus und nahm die Taube wieder zu sich in die Arche.

Dann wartete er noch weitere sieben Tage und ließ wieder die Taube aus der Arche. Gegen Abend kam die Taube zu ihm zurück, und siehe da: In ihrem Schnabel hatte sie einen frischen Olivenzweig. Jetzt wusste Noach, dass nur noch wenig Wasser auf der Erde stand. Er wartete weitere sieben Tage und ließ die Taube noch einmal hinaus. Nun kehrte sie nicht mehr zu ihm zurück.

Im sechshundertersten Jahr Noachs, am ersten Tag des ersten Monats, hatte sich das Wasser verlaufen. Da entfernte Noach das Verdeck der Arche, blickte hinaus, und siehe: Die Erdoberfläche war trocken.

Da sprach Gott zu Noach: Komm heraus aus der Arche! Da kam Noach heraus. Dann baute Noach dem Herrn einen Altar, nahm von allen reinen Tieren und von allen reinen Vögeln und brachte auf dem Altar Brandopfer dar.

Der Herr roch den beruhigenden Duft, und der Herr sprach bei sich: Ich will die Erde wegen des Menschen nicht noch einmal verfluchen; denn das Trachten des Menschen ist böse von Jugend an. Ich will künftig nicht mehr alles Lebendige vernichten, wie ich es getan habe. So lange die Erde besteht, sollen nicht aufhören Aussaat und Ernte, Kälte und Hitze, Sommer und Winter, Tag und Nacht.

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Mk 8, 22-26

Aus dem heiligen Evangelium nach Markus

In jener Zeit kamen Jesus und seine Jünger nach Betsaida. Da brachte man einen Blinden zu Jesus und bat ihn, er möge ihn berühren. Er nahm den Blinden bei der Hand, führte ihn vor das Dorf hinaus, bestrich seine Augen mit Speichel, legte ihm die Hände auf und fragte ihn: Siehst du etwas?

Der Mann blickte auf und sagte: Ich sehe Menschen; denn ich sehe etwas, das wie Bäume aussieht und umhergeht. Da legte er ihm nochmals die Hände auf die Augen; nun sah der Mann deutlich. Er war geheilt und konnte alles ganz genau sehen. Jesus schickte ihn nach Hause und sagte: Geh aber nicht in das Dorf hinein!