Gallus

Der Mönch Gallus (um 550 - um 640) war ein irischer Missionar, der mit Kolumban in das Frankenreich kam und gegen 600 vor allem in den alemannischen Raum zog. Mehrere Jahre lebten und missionierten die beiden am Bodensee. Als Kolumban 612 nach Italien weiterzog musste Gallus aufgrund einer Krankheit zurückbleiben. Er zog sich in eine Einsiedelei am Wasserfall bei der Mühleggschlucht an der Steinach zurück, wo sich ihm bald andere Mönche anschlossen. Gallus war wegen seiner Frömmigkeit, Menschenliebe und Naturverbundenheit sehr geachtet – außerdem lehnte er es ab, Bischof oder Abt zu werden. Er starb am 16. Oktober 641 oder 645 in Arbon am Bodensee. Aus der Zelle, in der er gelebt hatte, entwickelte sich im folgenden Jahrhundert die Benediktinerabtei St. Gallen.

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Gebet des Tages

Heiliger Gott,
du liebst die Unschuld
und schenkst sie dem Sünder zurück,
der reumütig zu dir heimkehrt.

Wende unser Herz zu dir
und schenke uns neuen Eifer im Heiligen Geist,
damit wir im Glauben standhaft bleiben
und stets bereit sind, das Gute zu tun.

(aus dem Tagesgebet)

Gal 5, 1-6

Lesung aus dem Brief des Apostels Paulus an die Galater

Schwestern und Brüder! Zur Freiheit hat uns Christus befreit. Bleibt daher fest und lasst euch nicht von neuem das Joch der Knechtschaft auflegen!

Hört, was ich, Paulus, euch sage: Wenn ihr euch beschneiden lasst, wird Christus euch nichts nützen. Ich versichere noch einmal jedem, der sich beschneiden lässt: Er ist verpflichtet, das ganze Gesetz zu halten.

Wenn ihr also durch das Gesetz gerecht werden wollt, dann habt ihr mit Christus nichts mehr zu tun; ihr seid aus der Gnade herausgefallen.

Wir aber erwarten die erhoffte Gerechtigkeit kraft des Geistes und aufgrund des Glaubens. Denn in Christus Jesus kommt es nicht darauf an, beschnitten oder unbeschnitten zu sein, sondern darauf, den Glauben zu haben, der in der Liebe wirksam ist.

Lk 11, 37-41

Aus dem heiligen Evangelium nach Lukas

In jener Zeit lud ein Pharisäer Jesus zum Essen ein. Jesus ging zu ihm und setzte sich zu Tisch. Als der Pharisäer sah, dass er sich vor dem Essen nicht die Hände wusch, war er verwundert.

Da sagte der Herr zu ihm: O ihr Pharisäer! Ihr haltet zwar Becher und Teller außen sauber, innen aber seid ihr voll Raubgier und Bosheit.

Ihr Unverständigen! Hat nicht der, der das Äußere schuf, auch das Innere geschaffen? Gebt lieber, was in den Schüsseln ist, den Armen, dann ist für euch alles rein.