Teresa von Avila

Unter dem Namen Teresa Sanchez de Cepeda y Ahumada kennen sie die wenigsten. Als Teresa von Avila ist sie berühmt. Die große Reformerin trat 1535 im Alter von 20 Jahren in den Karmel von Avila in Spanien ein und gab sich intensiv dem Gebet und strenger Buße hin. Erst nach über 26 Jahren im Kloster wurde ihr durch mystische Erfahrungen der Auftrag der Reform des Ordens zuteil. 1560 legte sie das Gelübde ab, stets das Vollkommenere zu tun. Mit Johannes vom Kreuz, der den männlichen Zweig der Karmeliten erneuerte, gründete Teresa von 1562 bis 1578 mehrere Reformklöster. Berühmt wurde sie durch ihre geistlichen Schriften, etwa der "Seelenburg", in der sie ihre mystischen Erlebnisse niederschrieb. 1970 wurde sie als erste Frau zur Kirchenlehrerin ernannt.

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Gebet des Tages

Nichts soll dich verwirren,
nichts dich erschrecken.

Alles geht vorbei,
Gott allein bleibt derselbe.

Die Geduld erreicht alles.
Wer Gott hat, dem fehlt nichts:
Gott allein genügt.

(Theresia von Avila)

Gal 4, 22-24.26-27.31 - 5, 1

Lesung aus dem Brief des Apostels Paulus an die Galater

Schwestern und Brüder!

In der Schrift wird gesagt, dass Abraham zwei Söhne hatte, einen von der Sklavin, den andern von der Freien. Der Sohn der Sklavin wurde auf natürliche Weise gezeugt, der Sohn der Freien aufgrund der Verheißung.

Darin liegt ein tieferer Sinn: Diese Frauen bedeuten die beiden Testamente. Das eine Testament stammt vom Berg Sinai und bringt Sklaven zur Welt; das ist Hagar -

Das himmlische Jerusalem aber ist frei, und dieses Jerusalem ist unsere Mutter. Denn es steht in der Schrift: Freu dich, du Unfruchtbare, die nie geboren hat, brich in Jubel aus und jauchze, die du nie in Wehen lagst! Denn viele Kinder hat die Einsame, mehr als die Vermählte.

Daraus folgt also, meine Brüder, dass wir nicht Kinder der Sklavin sind, sondern Kinder der Freien. Zur Freiheit hat uns Christus befreit. Bleibt daher fest und lasst euch nicht von neuem das Joch der Knechtschaft auflegen!

Lk 11, 29-32

Aus dem heiligen Evangelium nach Lukas

In jener Zeit als immer mehr Menschen zu Jesus kamen, sagte er: Diese Generation ist böse. Sie fordert ein Zeichen; aber es wird ihr kein anderes gegeben werden als das Zeichen des Jona.

Denn wie Jona für die Einwohner von Ninive ein Zeichen war, so wird es auch der Menschensohn für diese Generation sein. Die Königin des Südens wird beim Gericht gegen die Männer dieser Generation auftreten und sie verurteilen; denn sie kam vom Ende der Erde, um die Weisheit Salomos zu hören. Hier aber ist einer, der mehr ist als Salomo.

Die Männer von Ninive werden beim Gericht gegen diese Generation auftreten und sie verurteilen; denn sie haben sich nach der Predigt des Jona bekehrt. Hier aber ist einer, der mehr ist als Jona.