Ignatius von Antiochien

Ignatius soll der Überlieferung nach noch Schüler des Apostels Johannes gewesen sein und wird zu den sogenannten "apostolischen Vätern" gerechnet. Er ist einer der wichtigsten Zeugen der alten Kirche. Ignatius führte den Beinamen Theophoros, "Gottesträger", und war Bischof von Antiochien im antiken Syrien (heute Antakya in der Türkei). Um 110 wurde er unter Kaiser Trajan wegen seines Glaubens verhaftet und nach Rom gebracht. Auf der Reise schrieb er seinen Gemeinden sieben Briefe, die zu den wichtigsten Quellen für die Kirchen- und Dogmengeschichte gehören. Er betonte die bischöfliche Autorität und gebrauchte als erster den Begriff  "katholische" (weltumspannende) Kirche. In Rom fand Ignatius den Märtyrertod - er soll im Zirkus von Löwen zerrissen worden sein.

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Gebet des Tages

Seid darauf bedacht,
nur eine Eucharistie zu feiern;

denn es gibt nur einen Leib
unseres Herrn Jesus Christus
und nur einen Kelch
zur Vereinigung mit seinem Blut;

es gibt nur einen Altar,
wie auch nur einen Bischof
mit der Priesterschaft
und den Diakonen.

(Ignatius von Antiochien)

Gal 5, 18-25

Lesung aus dem Brief des Apostels Paulus an die Galater

Schwestern und Brüder!

Wenn ihr euch aber vom Geist führen lasst, dann steht ihr nicht unter dem Gesetz. Die Werke des Fleisches sind deutlich erkennbar: Unzucht, Unsittlichkeit, ausschweifendes Leben, Götzendienst, Zauberei, Feindschaften, Streit, Eifersucht, Jähzorn, Eigennutz, Spaltungen, Parteiungen, Neid und Missgunst, Trink- und Essgelage und Ähnliches mehr. Ich wiederhole, was ich euch schon früher gesagt habe: Wer so etwas tut, wird das Reich Gottes nicht erben.

Die Frucht des Geistes aber ist Liebe, Freude, Friede, Langmut, Freundlichkeit, Güte, Treue, Sanftmut und Selbstbeherrschung; dem allem widerspricht das Gesetz nicht.

Alle, die zu Christus Jesus gehören, haben das Fleisch und damit ihre Leidenschaften und Begierden gekreuzigt. Wenn wir aus dem Geist leben, dann wollen wir dem Geist auch folgen.

Lk 11, 42-46

Aus dem heiligen Evangelium nach Lukas

In jener Zeit sprach Jesus: Weh euch Pharisäern! Ihr gebt den Zehnten von Minze, Gewürzkraut und allem Gemüse, die Gerechtigkeit aber und die Liebe zu Gott vergesst ihr. Man muss das eine tun, ohne das andere zu unterlassen.

Weh euch Pharisäern! Ihr wollt in den Synagogen den vordersten Sitz haben und auf den Straßen und Plätzen von allen gegrüßt werden. Weh euch: Ihr seid wie Gräber, die man nicht mehr sieht; die Leute gehen darüber, ohne es zu merken.

Darauf erwiderte ihm ein Gesetzeslehrer: Meister, damit beleidigst du auch uns. Er antwortete: Weh auch euch Gesetzeslehrern! Ihr ladet den Menschen Lasten auf, die sie kaum tragen können, selbst aber rührt ihr keinen Finger dafür.