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Johannes Chrysostomus

Johannes ist einer der vier großen Kirchenväter des Ostens. Geboren gegen 350 in Antiochien in der heutigen Türkei, studierte er zunächst antike Rechtswissenschaft und Rhetorik. Mit 19 Jahren empfing er die Taufe und schloss sich 374 für einige Jahre einer Eremitengruppe an. 386 empfing er die Priesterweihe. Schon bald erlangte er durch seine Predigten Berühmtheit. Sie stellten geradezu einen politischen Machtfaktor dar und brachten ihm den Beinamen Chrysostomus (Goldmund) ein. 397 wurde er als Patriarch nach Konstantinopel geholt. Er lebte weiterhin einfach wie ein Mönch, predigte, legte die Heilige Schrift aus, sorgte für die Armen und die Kranken. Er mahnte zur häufigen Kommunion, aber auch zur Ehrfurcht vor den göttlichen Mysterien. Die Kaiserin betrieb seine Absetzung, nachdem der Bischof gegen den Luxus der reichen Damen gepredigt hatte. Johannes musste in die Verbannung gehen. Zwar konnte er bald zurückkehren, aber eine zweite Ausweisung war endgültig. Johannes wurde nach Armenien gebracht und sollte von dort an das Ostufer des Schwarzen Meeres transportiert werden. Am 14. September 407 starb er unterwegs an Erschöpfung. Im Jahr 438 ließ der oströmische Kaiser Theodosius II. den Leichnam des Heiligen nach Konstantinopel zurückholen und ihn am 13. September - daher der Gedenktag - feierlich beisetzen.

Sie lenkten erst ein, als der oströmische Kaiser Theodosius II. im Jahr 438 den Leichnam des Heiligen nach Konstantinopel zurückholen und ihn am 13. September - daher der Gedenktag - feierlich beisetzen ließ.
Sie lenkten erst ein, als der oströmische Kaiser Theodosius II. im Jahr 438 den Leichnam des Heiligen nach Konstantinopel zurückholen und ihn am 13. September - daher der Gedenktag - feierlich beisetzen ließ.

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Gebet des Tages

Gott, du Stärke aller,
die auf dich vertrauen.
Du hast dem heiligen Johannes Chrysostomus
die Gabe der Rede geschenkt
und ihm in den Bedrängnissen
seines Lebens geholfen.

Belehre uns durch sein Wort
und ermutige uns durch sein Vorbild.

(Tagesgebet)

1 Kor 8, 1b-7.11-13

Lesung aus dem ersten Brief des Apostels Paulus an die Korinther

Schwestern und Brüder!

Die Erkenntnis macht aufgeblasen, die Liebe dagegen baut auf. Wenn einer meint, er sei zur Erkenntnis gelangt, hat er noch nicht so erkannt, wie man erkennen muss.

Wer aber Gott liebt, der ist von ihm erkannt. Was nun das Essen von Götzenopferfleisch angeht, so wissen wir, dass es keine Götzen gibt in der Welt und keinen Gott außer dem einen.

Und selbst wenn es im Himmel oder auf der Erde so genannte Götter gibt - und solche Götter und Herren gibt es viele -, so haben doch wir nur einen Gott, den Vater. Von ihm stammt alles, und wir leben auf ihn hin. Und einer ist der Herr: Jesus Christus. Durch ihn ist alles, und wir sind durch ihn.

Aber nicht alle haben die Erkenntnis. Einige, die von ihren Götzen nicht loskommen, essen das Fleisch noch als Götzenopferfleisch, und so wird ihr schwaches Gewissen befleckt.

Der Schwache geht an deiner Erkenntnis zugrunde, er, dein Bruder, für den Christus gestorben ist. Wenn ihr euch auf diese Weise gegen eure Brüder versündigt und ihr schwaches Gewissen verletzt, versündigt ihr euch gegen Christus.

Wenn darum eine Speise meinem Bruder zum Anstoß wird, will ich überhaupt kein Fleisch mehr essen, um meinem Bruder keinen Anstoß zu geben.

Lk 6, 27-38

Aus dem heiligen Evangelium nach Lukas

Euch, die ihr mir zuhört, sage ich: Liebt eure Feinde; tut denen Gutes, die euch hassen. Segnet die, die euch verfluchen; betet für die, die euch misshandeln.

Dem, der dich auf die eine Wange schlägt, halt auch die andere hin, und dem, der dir den Mantel wegnimmt, lass auch das Hemd. Gib jedem, der dich bittet; und wenn dir jemand etwas wegnimmt, verlang es nicht zurück.

Was ihr von anderen erwartet, das tut ebenso auch ihnen. Wenn ihr nur die liebt, die euch lieben, welchen Dank erwartet ihr dafür? Auch die Sünder lieben die, von denen sie geliebt werden.

Und wenn ihr nur denen Gutes tut, die euch Gutes tun, welchen Dank erwartet ihr dafür? Das tun auch die Sünder. Und wenn ihr nur denen etwas leiht, von denen ihr es zurückzubekommen hofft, welchen Dank erwartet ihr dafür? Auch die Sünder leihen Sündern in der Hoffnung, alles zurückzubekommen.

Ihr aber sollt eure Feinde lieben und sollt Gutes tun und leihen, auch wenn ihr nichts dafür erhoffen könnt. Dann wird euer Lohn groß sein, und ihr werdet Söhne des Höchsten sein; denn auch er ist gütig gegen die Undankbaren und Bösen.

Seid barmherzig, wie es euch euer Vater ist! Richtet nicht, dann werdet auch ihr nicht gerichtet werden. Verurteilt nicht, dann werdet auch ihr nicht verurteilt werden. Erlasst einander die Schuld, dann wird auch euch die Schuld erlassen werden.

Gebt, dann wird auch euch gegeben werden. In reichem, vollem, gehäuftem, überfließendem Maß wird man euch beschenken; denn nach dem Maß, mit dem ihr messt und zuteilt, wird auch euch zugeteilt werden.