Kreuzerhöhung

Der Ursprung des Festes Kreuzerhöhung verbindet sich mit der Überlieferung des um 350 von der Kaisermutter Helena wiederaufgefundenen Kreuzes Jesu Christi in Jerusalem. Das Fest steht im zeitlichen Zusammenhang mit dem Bau der Grabeskirche durch Kaiser Konstantin. Von Jerusalem aus verbreitete sich die Kreuzverehrung, darunter auch der Brauch, Kreuzreliquien und Kreuzdarstellungen dem Volk zur Verehrung zu zeigen (sie zu "erhöhen", also hochzuhalten), wie es bis heute in der Karfreitagsliturgie geschieht. Das Fest erinnert die Christen an das historische Ereignis der Kreuzigung Jesu und an die Erlösung jedes Gläubigen durch das Kreuz.

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Gebet des Tages

Allmächtiger Gott,
deinem Willen gehorsam,
hat dein geliebter Sohn
den Tod am Kreuz
auf sich genommen,
um alle Menschen zu erlösen.

Gib, dass wir in der
Torheit des Kreuzes
deine Macht und
Weisheit erkennen
und in Ewigkeit teilhaben
an der Frucht der Erlösung.

(aus der Tagesliturgie)

Phil 2, 6-11

Lesung aus dem Brief des Apostels Paulus an die Philipper

Christus Jesus war Gott gleich, hielt aber nicht daran fest, wie Gott zu sein, sondern er entäußerte sich und wurde wie ein Sklave und den Menschen gleich. Sein Leben war das eines Menschen;  er erniedrigte sich und war gehorsam bis zum Tod, bis zum Tod am Kreuz.

Darum hat ihn Gott über alle erhöht und ihm den Namen verliehen, der größer ist als alle Namen, damit alle im Himmel, auf der Erde und unter der Erde ihre Knie beugen vor dem Namen Jesu und jeder Mund bekennt: "Jesus Christus ist der Herr" - zur Ehre Gottes, des Vaters.

Joh 3, 13-17

Aus dem heiligen Evangelium nach Johannes

In jener Zeit sprach Jesus zu Nikodemus: Niemand ist in den Himmel hinaufgestiegen außer dem, der vom Himmel herabgestiegen ist: der Menschensohn.

Und wie Mose die Schlange in der Wüste erhöht hat, so muss der Menschensohn erhöht werden, damit jeder, der an ihn glaubt, in ihm das ewige Leben hat.

Denn Gott hat die Welt so sehr geliebt, dass er seinen einzigen Sohn hingab, damit jeder, der an ihn glaubt, nicht zugrunde geht, sondern das ewige Leben hat. Denn Gott hat seinen Sohn nicht in die Welt gesandt, damit er die Welt richtet, sondern damit die Welt durch ihn gerettet wird.