Mathilde (Mechthild)

Auch die legendäre "gute Mutter der Nation" hatte mit Familienproblemen zu kämpfen. Mathilde (um 896-968) entstammte sächsischem Adel und wurde von ihrer Großmutter im Frauenstift Herford erzogen. 909 heiratete Mathilde Herzog Heinrich von Sachsen, den späteren König Heinrich I. Dieser hatte bereits einen Sohn namens Thankmar aus einer kirchlich nicht anerkannten ersten Ehe. Mathilde brachte drei Söhne zur Welt: Otto, Heinrich und Brun. Otto war der Liebling seines Vaters, Heinrich der Liebling seiner Mutter. Die (Halb-) Brüder intrigierten gegeneinander und schreckten auch vor militärischer Gewalt nicht zurück. Einig waren sich ihre Kinder nur in ihrem Misstrauen gegenüber dem Finanzverhalten ihrer Mutter: Hinter Mathildes zahlreiche Klostergründungen und Almosen sahen sie vor allem eine gefährliche Verschwendung von Throngeldern. Mathilde starb am 14. März 968 in dem von ihr gegründeten Quedlinburger Stift.

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Gebet des Tages

Allmächtiger Gott,
gib uns die Gnade,
dass wir stets auf das Rechte bedacht sind
und es auch entschlossen tun.

Da wir ohne dich nicht bestehen können,
hilf uns, nach deinem Willen zu leben.

(aus dem Tagesgebet)

Est 4, 17k.17l-m.17r-t (4, 17n.p-r.aa-bb.gg-hh)

Lesung aus dem Buch Ester

In jenen Tagen wurde die Königin Ester von Todesangst ergriffen und suchte Zuflucht beim Herrn, und sie betete zum Herrn, dem Gott Israels: Herr, unser König, du bist der Einzige. Hilf mir! Denn ich bin allein und habe keinen Helfer außer dir; die Gefahr steht greifbar vor mir.

Von Kindheit an habe ich in meiner Familie und meinem Stamm gehört, dass du, Herr, Israel aus allen Völkern erwählt hast; du hast dir unsere Väter aus allen ihren Vorfahren als deinen ewigen Erbbesitz ausgesucht und hast an ihnen gehandelt, wie du es versprochen hattest. Denk an uns, Herr! Offenbare dich in der Zeit unserer Not, und gib mir Mut, König der Götter und Herrscher über alle Mächte!

Leg mir in Gegenwart des Löwen die passenden Worte in den Mund, und stimm sein Herz um, damit er unseren Feind hasst und ihn und seine Gesinnungsgenossen vernichtet. Uns aber rette mit deiner Hand! Hilf mir, denn ich bin allein und habe niemand außer dir, o Herr!

Mt 7, 7-12

Aus dem heiligen Evangelium nach Matthäus

In jener Zeit sprach Jesus zu seinen Jüngern: Bittet, dann wird euch gegeben; sucht, dann werdet ihr finden; klopft an, dann wird euch geöffnet. Denn wer bittet, der empfängt; wer sucht, der findet; und wer anklopft, dem wird geöffnet.

Oder ist einer unter euch, der seinem Sohn einen Stein gibt, wenn er um Brot bittet, oder eine Schlange, wenn er um einen Fisch bittet? Wenn nun schon ihr, die ihr böse seid, euren Kindern gebt, was gut ist, wie viel mehr wird euer Vater im Himmel denen Gutes geben, die ihn bitten. Alles, was ihr also von anderen erwartet, das tut auch ihnen! Darin besteht das Gesetz und die Propheten.