Methodios von Konstantinopel

Mit der orthodoxen Kirche verbinden viele Westeuropäer vor allem eines: Ikonen - und davon eine ganze Menge. Das war jedoch nicht immer so. Dass heute noch Ikonen verehrt werden (siehe Bild), ist nicht zuletzt der Verdienst des Methodios I. von Konstantinopel (um 790-874). Er stammte aus dem sizilianischen Syrakus, das damals noch orthodox war. Dort wurde Methodios Mönch und erhielt eine exzellente Bildung. 815 sandte ihn Patriarch Nikephoros I. nach Rom, um sich in den dogmatischen Debatten für die Verehrung der Ikonen auszusprechen. Als Methodios 821 nach Konstantinopel (heutiges Istanbul) kam, war die Bilderverehrung im byzantinischen Reich verboten. Jahrelang wurde Methodios für seine Glaubensüberzeugungen gefangen gehalten und erst 829 rehabilitiert. Kaiserin Theodora II., selbst eine Anhängerin der Ikonenverehrung, ernannte Methodios am 4. März 843 zum Patriarchen von Konstantinopel. Noch im selben Monat ließ Methodios feierlich wieder Ikonen in die Hauptkirche Hagia Sophia bringen. Bis heute erinnert die orthodoxe Kirche mit dem "Fest der Orthodoxie" an dieses Ereignis. Methodius starb am 14. Juni 847 in Konstantinopel und gilt in Ost- und Westkirche als Heiliger.

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Gebet des Tages

Ewiger Schöpfer

O ew´ger Schöpfer aller Welt
des' Walten Tag und Nacht regiert,
du setzt den Zeiten ihre Zeit,
schenkst Wechsel in der Zeiten Lauf.

Der Hahn, des Tages Herold, ruft,
der Wächter in der Finsternis.
Sein Schrei trennt von der Nacht die Nacht,
dem Wanderer zur Nacht ein Licht.

Da steigt der Morgenstern empor,
erhellt das schwarze Firmament,
da weicht der dunklen Mächte Schar
vom Weg des Unheils scheu zurück.

(Aus dem Stundengebet: Aeterne rerum conditor des Ambrosius von Mailand)

2 Kor 4, 7-15

Lesung aus dem zweiten Brief des Apostels Paulus an die Korinther

Schwestern und Brüder!

Diesen Schatz tragen wir in zerbrechlichen Gefäßen; so wird deutlich, dass das Übermaß der Kraft von Gott und nicht von uns kommt. Von allen Seiten werden wir in die Enge getrieben und finden doch noch Raum; wir wissen weder aus noch ein und verzweifeln dennoch nicht; wir werden gehetzt und sind doch nicht verlassen; wir werden niedergestreckt und doch nicht vernichtet.

Wohin wir auch kommen, immer tragen wir das Todesleiden Jesu an unserem Leib, damit auch das Leben Jesu an unserem Leib sichtbar wird. Denn immer werden wir, obgleich wir leben, um Jesu willen dem Tod ausgeliefert, damit auch das Leben Jesu an unserem sterblichen Fleisch offenbar wird.

So erweist an uns der Tod, an euch aber das Leben seine Macht. Doch haben wir den gleichen Geist des Glaubens, von dem es in der Schrift heißt: Ich habe geglaubt, darum habe ich geredet. Auch wir glauben, und darum reden wir.

Denn wir wissen, dass der, welcher Jesus, den Herrn, auferweckt hat, auch uns mit Jesus auferwecken und uns zusammen mit euch vor sein Angesicht stellen wird. Alles tun wir euretwegen, damit immer mehr Menschen aufgrund der überreich gewordenen Gnade den Dank vervielfachen, Gott zur Ehre.

Mt 5, 27-32

Aus dem heiligen Evangelium nach Matthäus

In jener Zeit sprach Jesus zu seinen Jüngern: Ihr habt gehört, dass gesagt worden ist: Du sollst nicht die Ehe brechen. Ich aber sage euch: Wer eine Frau auch nur lüstern ansieht, hat in seinem Herzen schon Ehebruch mit ihr begangen.

Wenn dich dein rechtes Auge zum Bösen verführt, dann reiß es aus und wirf es weg! Denn es ist besser für dich, dass eines deiner Glieder verloren geht, als dass dein ganzer Leib in die Hölle geworfen wird.

Und wenn dich deine rechte Hand zum Bösen verführt, dann hau sie ab und wirf sie weg! Denn es ist besser für dich, dass eines deiner Glieder verloren geht, als dass dein ganzer Leib in die Hölle kommt.

Ferner ist gesagt worden: Wer seine Frau aus der Ehe entlässt, muss ihr eine Scheidungsurkunde geben. Ich aber sage euch: Wer seine Frau entlässt, obwohl kein Fall von Unzucht vorliegt, liefert sie dem Ehebruch aus; und wer eine Frau heiratet, die aus der Ehe entlassen worden ist, begeht Ehebruch.