Johannes Berchmans

Johannes Berchmans (1599-1621) hatte es eilig. In seinem Tagebuch findet sich der Eintrag: "Wenn ich nicht jetzt in meiner Jugend heilig werde, werde ich niemals heilig sein." Schon früh wollte der Sohn eines einfachen Schuhmachers auf Diest (heute Belgien) Priester werden. Mit der Unterstützung seines Vaters besuchte Johannes ab 1608 die Lateinschule der Dorfpfarrei und lebte gemeinsam mit anderen Priesteramtskandidaten im Rektorat. Als der Vater diese Ausbildung nicht mehr finanzieren konnte, sprang ein anderer Priester der Stadt ein: Für Johannes' Arbeit als Hausdiener bezahlte er den Besuch des bischöflichen Seminars. Mit 17 Jahren trat der begabte Junge den Jesuiten bei und wurde zum Philosophiestudium nach Rom geschickt. Dort wohnte er im Collegium Romanum (der späteren Gregoriana, siehe Bild). Seine Mitbrüder bewunderten neben Johannes' inniger Spiritualität und seinem verantwortungsvollen Pflichtbewusstsein vor allem sein fröhliches Wesen. Als besonders begabter Student vertrat er seinen Orden sogar bei öffentlichen Disputationen. Im Sommer 1621 erkrankte Johannes an der Ruhr, zog sich auf der Krankenstation zusätzlich eine Lungenentzündung zu und verstarb kurz darauf am 13. August. Er wurde nur 22 Jahre alt. Papst Leo XIII. sprach ihn 1888 heilig und ernannte ihn zum Patron der studierenden Jugend.

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Gebet des Tages

Herr, unser Gott.
Junge und alte Menschen,
einfache und kluge,
erfolgreiche und solche, die sich schwer tun,
hast du hier zusammengeführt als deine Gemeinde.

Gib einem jeden
etwas von deinem guten, heiligen Geist,
damit wir dich und uns selbst
und einander besser verstehen
und vorankommen auf dem Weg,
auf den du uns miteinander gestellt hast.

(aus den Tagesgebet)

Dtn 31, 1-8

Lesung aus dem Buch Deuteronomium

Mose trat vor ganz Israel hin und sprach diese Worte. Er sagte zu ihnen: Ich bin jetzt hundertzwanzig Jahre alt. Ich kann nicht mehr in den Kampf ziehen. Auch hat der Herr zu mir gesagt: Du wirst den Jordan hier nicht überschreiten.

Der Herr, dein Gott, zieht selbst vor dir hinüber, er selbst vernichtet diese Völker bei deinem Angriff, so dass du ihren Besitz übernehmen kannst. Josua zieht vor dir hinüber, wie es der Herr zugesagt hat. Der Herr wird an ihnen tun, was er an Sihon und Og, den Amoriterkönigen, die er vernichtete, und an ihrem Land getan hat.

Der Herr wird sie euch ausliefern: Dann sollt ihr an ihnen genau nach dem Gebot handeln, auf das ich euch verpflichtet habe. Empfangt Macht und Stärke: Fürchtet euch nicht, und weicht nicht erschreckt zurück, wenn sie angreifen; denn der Herr, dein Gott, zieht mit dir. Er lässt dich nicht fallen und verlässt dich nicht.

Mose rief Josua herbei und sagte vor den Augen ganz Israels zu ihm: Empfange Macht und Stärke: Du sollst mit diesem Volk in das Land hineinziehen, von dem du weißt: Der Herr hat ihren Vätern geschworen, es ihnen zu geben. Du sollst es an sie als Erbbesitz verteilen. Der Herr selbst zieht vor dir her. Er ist mit dir. Er lässt dich nicht fallen und verlässt dich nicht. Du sollst dich nicht fürchten und keine Angst haben.

Mt 18, 1-5.10.12-14

Aus dem heiligen Evangelium nach Matthäus

In jener Stunde kamen die Jünger zu Jesus und fragten: Wer ist im Himmelreich der Größte? Da rief er ein Kind herbei, stellte es in ihre Mitte und sagte: Amen, das sage ich euch: Wenn ihr nicht umkehrt und wie die Kinder werdet, könnt ihr nicht in das Himmelreich kommen.

Wer so klein sein kann wie dieses Kind, der ist im Himmelreich der Größte. Und wer ein solches Kind um meinetwillen aufnimmt, der nimmt mich auf. Hütet euch davor, einen von diesen Kleinen zu verachten! Denn ich sage euch: Ihre Engel im Himmel sehen stets das Angesicht meines himmlischen Vaters.

Was meint ihr? Wenn jemand hundert Schafe hat und eines von ihnen sich verirrt, lässt er dann nicht die neunundneunzig auf den Bergen zurück und sucht das verirrte? Und wenn er es findet - amen, ich sage euch: er freut sich über dieses eine mehr als über die neunundneunzig, die sich nicht verirrt haben. So will auch euer himmlischer Vater nicht, dass einer von diesen Kleinen verloren geht.