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Walburga

Eine Heilige kommt selten allein – und in diesem Fall gleich im Familienverband. Walburga (um 710-779/80) war die Schwester der heiliggesprochenen Missionare Wunibald und Willibald sowie eine Verwandte der bedeutenden Glaubensboten Bonifatius und Lioba. Die Tochter einer vornehmen angelsächsischen Familie wurde standesgemäß im Kloster von Wimborne erzogen, das als exzellente Bildungsstätte für Frauen der Oberschicht galt. Mitte des 8. Jahrhunderts bat Wunibald seine Schwester um Hilfe bei der Mission im süddeutschen Raum, woraufhin Walburga mit anderen Nonnen den Ärmelkanal überquerte und sich in dem von Lioba geleiteten Kloster Tauberbischofsheim niederließ. Nach Wunibalds Tod übernahm Walburga das von ihm gegründete Männerkloster Heidenheim und erweiterte es durch Gründung eines Frauenklosters zu einem Doppelkloster. Als Äbtissin dieses wichtigen Missionszentrums wurde Walburga zu einer der einflussreichsten Frauen ihrer Zeit. Um das Leben dieser besonders im Mittelalter hochverehrten Heiligen ranken sich zahlreiche Legenden und Traditionen. Als ihr Todesdatum gilt der 25. Februar 779/80.

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Gebet des Tages

Gott.
Dein Sohn ist zu uns gekommen,
nicht um sich bedienen zu lassen,
sondern um zu dienen.

Gib, dass wir von ihm lernen,
wie wir leben sollen.

(aus dem Tagesgebet)

Jak 4, 1-10

Lesung aus dem Jakobusbrief

Brüder! Woher kommen die Kriege bei euch, woher die Streitigkeiten? Doch nur vom Kampf der Leidenschaften in eurem Innern. Ihr begehrt und erhaltet doch nichts. Ihr mordet und seid eifersüchtig und könnt dennoch nichts erreichen. Ihr streitet und führt Krieg. Ihr erhaltet nichts, weil ihr nicht bittet.

Ihr bittet und empfangt doch nichts, weil ihr in böser Absicht bittet, um es in eurer Leidenschaft zu verschwenden. Ihr Ehebrecher, wisst ihr nicht, dass Freundschaft mit der Welt Feindschaft mit Gott ist? Wer also ein Freund der Welt sein will, der wird zum Feind Gottes.

Oder meint ihr, die Schrift sage ohne Grund: Eifersüchtig sehnt er sich nach dem Geist, den er in uns wohnen ließ. Doch er gibt noch größere Gnade; darum heißt es auch: Gott tritt den Stolzen entgegen, den Demütigen aber schenkt er seine Gnade.

Ordnet euch also Gott unter, leistet dem Teufel Widerstand; dann wird er vor euch fliehen. Sucht die Nähe Gottes; dann wird er sich euch nähern. Reinigt die Hände, ihr Sünder, läutert euer Herz, ihr Menschen mit zwei Seelen! Klagt und trauert und weint! Euer Lachen verwandle sich in Trauer, eure Freude in Betrübnis. Demütigt euch vor dem Herrn; dann wird er euch erhöhen.

Mk 9, 30-37

Aus dem heiligen Evangelium nach Markus

In jener Zeit zogen Jesus und seine Jünger durch Galiläa. Jesus wollte aber nicht, dass jemand davon erfuhr; denn er wollte seine Jünger über etwas belehren. Er sagte zu ihnen: Der Menschensohn wird den Menschen ausgeliefert, und sie werden ihn töten; doch drei Tage nach seinem Tod wird er auferstehen.

Aber sie verstanden den Sinn seiner Worte nicht, scheuten sich jedoch, ihn zu fragen. Sie kamen nach Kafarnaum. Als er dann im Haus war, fragte er sie: Worüber habt ihr unterwegs gesprochen?

Sie schwiegen, denn sie hatten unterwegs miteinander darüber gesprochen, wer von ihnen der Größte sei. Da setzte er sich, rief die Zwölf und sagte zu ihnen: Wer der Erste sein will, soll der Letzte von allen und der Diener aller sein.

Und er stellte ein Kind in ihre Mitte, nahm es in seine Arme und sagte zu ihnen: Wer ein solches Kind um meinetwillen aufnimmt, der nimmt mich auf; wer aber mich aufnimmt, der nimmt nicht nur mich auf, sondern den, der mich gesandt hat.