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Ignatius Falzon

Auf den ersten Blick schien der Lebensweg des jungen Maltesers Ignatius Falzon (1813-1865) vorgezeichnet: Er entstammte einer Familie von Richtern und studierte wie seine drei Brüder ebenfalls Jura. Auf den zweiten Blick wurden zwei von Ignatius' Brüdern später doch noch Priester. Und Ignatius selbst? Schon als Kind verblüffte er seine Umgebung durch seine außergewöhnliche Frömmigkeit und hatte mit 15 Jahren bereits die niederen Weihen erhalten. Auf den dritten Blick empfand sich Ignatius jedoch als unwürdig für die Priesterweihe und blieb sein Leben lang Laienseelsorger. Statt Karriere in der Kirche zu machen, unterrichtete er als Katechet Kinder und Jugendliche im Glauben. Während des Krimkrieges (1853-1856) waren etwa 20.000 britische Soldaten auf der Insel stationiert, die damals britische Kolonie war. Ignatius besuchte die Truppen und lud die katholische (irische) Minderheit zum Katechismusunterricht ein. Sein Ruf sprach sich herum und immer mehr Männer wollten ihn hören. Auf Ignatius' Wirken hin konvertierten etwa 600 britische Soldaten zur katholischen Kirche. Der mitreißende Laienseelsorger starb am 1. Juli 1865 in seiner Heimatstadt Valetta. Papst Johannes Paul II. sprach Ignatius 2001 als ersten Malteser selig.

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Gebet des Tages

Herr,
ich stehe vor dir.
Von dir komme ich,
du hast mich geschaffen.

Gib,
dass dieser Tag dir wohlgefalle,
auf dass du heute Abend
sprechen könntest,
wie am Abend deiner Schöpfung:
Es ist gut.

(Romano Guardini)

Am 5, 14-15.21-24

Lesung aus dem Buch Amos

Sucht das Gute, nicht das Böse; dann werdet ihr leben, und dann wird, wie ihr sagt, der Herr, der Gott der Heere, bei euch sein. Hasst das Böse, liebt das Gute, und bringt bei Gericht das Recht zur Geltung! Vielleicht ist der Herr, der Gott der Heere, dem Rest Josefs dann gnädig.

Ich hasse eure Feste, ich verabscheue sie und kann eure Feiern nicht riechen. Wenn ihr mir Brandopfer darbringt, ich habe kein Gefallen an euren Gaben, und eure fetten Heilsopfer will ich nicht sehen.

Weg mit dem Lärm deiner Lieder! Dein Harfenspiel will ich nicht hören, sondern das Recht ströme wie Wasser, die Gerechtigkeit wie ein nie versiegender Bach.

Mt 8, 28-34

Aus dem heiligen Evangelium nach Matthäus

Als Jesus an das andere Ufer kam, in das Gebiet von Gadara, liefen ihm aus den Grabhöhlen zwei Besessene entgegen. Sie waren so gefährlich, dass niemand den Weg benutzen konnte, der dort vorbeiführte. Sofort begannen sie zu schreien: Was haben wir mit dir zu tun, Sohn Gottes? Bist du hergekommen, um uns schon vor der Zeit zu quälen?

In einiger Entfernung weidete gerade eine große Schweineherde. Da baten ihn die Dämonen: Wenn du uns austreibst, dann schick uns in die Schweineherde! Er sagte zu ihnen: Geht! Da verließen sie die beiden und fuhren in die Schweine. Und die ganze Herde stürzte sich den Abhang hinab in den See und kam in den Fluten um.

Die Hirten flohen, liefen in die Stadt und erzählten dort alles, auch das, was mit den Besessenen geschehen war. Und die ganze Stadt zog zu Jesus hinaus; als sie ihn trafen, baten sie ihn, ihr Gebiet zu verlassen.