Sr. Maria Restituta Kafka

"Schwester Resoluta" nannten viele scherzhaft die energische Ordensfrau Maria Restituta – und tatsächlich ließ sie sich durch nichts von ihren Überzeugungen abbringen. Sie wurde als Helene Kafka in Hussowitz (heute Tschechien) geboren und war eines von sieben Kindern des einfachen Schuhmachergehilfen Anton Kafka. Helene arbeitete zunächst als Dienstmädchen, Tabakverkäuferin und Krankenpflegerin. Mit 19 Jahren trat sie bei den Franziskanerinnen von der christlichen Liebe ein und nahm den Ordensnamen Maria Restituta an. Sie arbeitete als Operationsschwester im Krankenhaus Mödling (heute Österreich) und war für ihre lebenslustige Art beliebt. Von Anfang an lehnte sie den Nationalsozialismus entschieden ab – und änderte ihre Haltung auch nach der Annexion Österreichs nicht. Maria Restituta weigerte sich, "arische" Patienten zu bevorzugen und hängte die von den Nationalsozialisten im Krankenhaus abgehängten Kruzifixe wieder auf. Nachdem Maria Restituta regimekritische Schriften verbreitet hatte, wurde sie von einem Arzt ihres Krankenhauses denunziert. Trotz brutaler Verhörmethoden gab sie die Namen ihrer Mitstreiter nicht preis. Am 29. Oktober 1942 verurteilte der Volksgerichtshof in Wien Maria Restituta zum Tod. Die Ordensfrau wurde am 30. März 1943 gemeinsam mit neun kommunistischen Funktionären hingerichtet. Papst Johannes Paul II. sprach sie 1998 selig.

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Gebet des Tages

Allmächtiger Gott,
zu deiner Ehre und zum Heil der Menschen
hast du Christus
als ewigen Hohenpriester eingesetzt.

Er hat dir durch sein kostbares Blut
ein heiliges Volk erworben.

Gib, dass wir das Gedächtnis deines Sohnes
in Ehrfurcht feiern
und die Kraft seines Kreuzes
und seiner Auferstehung empfangen.

(aus dem Tagesgebet)

Eph 6, 10-20

Lesung aus dem Brief des Apostels Paulus an die Epheser

Schwestern und Brüder!

Werdet stark durch die Kraft und Macht des Herrn! Zieht die Rüstung Gottes an, damit ihr den listigen Anschlägen des Teufels widerstehen könnt. Denn wir haben nicht gegen Menschen aus Fleisch und Blut zu kämpfen, sondern gegen die Fürsten und Gewalten, gegen die Beherrscher dieser finsteren Welt, gegen die bösen Geister des himmlischen Bereichs.

Darum legt die Rüstung Gottes an, damit ihr am Tag des Unheils standhalten, alles vollbringen und den Kampf bestehen könnt. Seid also standhaft: Gürtet euch mit Wahrheit, zieht als Panzer die Gerechtigkeit an und als Schuhe die Bereitschaft, für das Evangelium vom Frieden zu kämpfen.

Vor allem greift zum Schild des Glaubens! Mit ihm könnt ihr alle feurigen Geschosse des Bösen auslöschen. Nehmt den Helm des Heils und das Schwert des Geistes, das ist das Wort Gottes. Hört nicht auf, zu beten und zu flehen! Betet jederzeit im Geist; seid wachsam, harrt aus und bittet für alle Heiligen, auch für mich: dass Gott mir das rechte Wort schenkt, wenn es darauf ankommt, mit Freimut das Geheimnis des Evangeliums zu verkünden, als dessen Gesandter ich im Gefängnis bin. Bittet, dass ich in seiner Kraft freimütig zu reden vermag, wie es meine Pflicht ist.

Lk 13, 31-35

Aus dem heiligen Evangelium nach Lukas

Zu jener Zeit kamen einige Pharisäer zu Jesus und sagten: Geh weg, verlass dieses Gebiet, denn Herodes will dich töten. Er antwortete ihnen: Geht und sagt diesem Fuchs: Ich treibe Dämonen aus und heile Kranke, heute und morgen, und am dritten Tag werde ich mein Werk vollenden. Doch heute und morgen und am folgenden Tag muss ich weiterwandern; denn ein Prophet darf nirgendwo anders als in Jerusalem umkommen.

Jerusalem, Jerusalem, du tötest die Propheten und steinigst die Boten, die zu dir gesandt sind. Wie oft wollte ich deine Kinder um mich sammeln, so wie eine Henne ihre Küken unter ihre Flügel nimmt; aber ihr habt nicht gewollt. Darum wird euer Haus von Gott verlassen. Ich sage euch: Ihr werdet mich nicht mehr sehen, bis die Zeit kommt, in der ihr ruft: Gesegnet sei er, der kommt im Namen des Herrn!