Bibiana von Rom

Der böse Vater gehört zum festen Repertoire der meisten Heiligenlegenden über jungfräuliche Märtyrerinnen. Bibianas Geschichte ist eine der seltenen Ausnahmen: Der Tradition nach lebte sie im Rom des 4. Jahrhunderts. Ihr Vater sei der römische Präfekt Flavius gewesen, so die Legende. Als unter Kaiser Julian eine weitere Verfolgungswelle hereinbrach, habe der überzeugte Christ zahlreiche Glaubensgeschwister in seinem Haus versteckt. Dafür soll Flavius des Amtes enthoben und zum Tode verurteilt worden sein. Gemeinsam mit ihm seien auch seine Frau Dafrosa und seine beiden Töchter Demetria und Bibiana in das Gefängnis gekommen. Weil auch der Rest der christlichen Familie dem Glauben nicht abschwören wollte, sollen die Frauen brutal gefoltert worden sein. Die Mutter Dafrosa und die Tochter Demetria seien noch im Kerker ihren Verletzungen erlegen. Bibiana hingegen soll nach Monaten an eine Säule ihres Hauses gebunden und öffentlich zu Tode gegeißelt worden sein. Bereits ein Jahrhundert später ließ der römische Bischof Simplicius über ihrem Grab eine Kirche bauen, die später in der Basilika Santa Maria Maggiore aufging.

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Gebet des Tages

Wenn die Tage
kürzer und kürzer werden,
dann tauchen
die ersten Gedanken an 
Weihnachten auf.

Es geht wie ein warmer
Strom der Liebe
über die Erde,
schon Wochen und Monate vorher.
Ein Fest der Liebe und
Freude, das ist der Stern,
auf den alle zugehen.

(Edith Stein)

Jes 25, 6-10a

Lesung aus dem Buch Jesaja

Der Herr der Heere wird auf diesem Berg für alle Völker ein Festmahl geben mit den feinsten Speisen, ein Gelage mit erlesenen Weinen, mit den besten und feinsten Speisen, mit besten, erlesenen Weinen. Er zerreißt auf diesem Berg die Hülle, die alle Nationen verhüllt, und die Decke, die alle Völker bedeckt.

Er beseitigt den Tod für immer. Gott, der Herr, wischt die Tränen ab von jedem Gesicht. Auf der ganzen Erde nimmt er von seinem Volk die Schande hinweg. Ja, der Herr hat gesprochen. An jenem Tag wird man sagen: Seht, das ist unser Gott, auf ihn haben wir unsere Hoffnung gesetzt, er wird uns retten. Das ist der Herr, auf ihn setzen wir unsere Hoffnung. Wir wollen jubeln und uns freuen über seine rettende Tat. Ja, die Hand des Herrn ruht auf diesem Berg. Moab aber wird an Ort und Stelle zerstampft, wie Stroh in der Jauche zerstampft wird.

Mt 15, 29-37

Aus dem heiligen Evangelium nach Matthäus

Jesus zog weiter und kam an den See von Galiläa. Er stieg auf einen Berg und setzte sich. Da kamen viele Menschen und brachten Lahme, Krüppel, Blinde, Stumme und viele andere Kranke zu ihm; sie legten sie vor ihn hin, und er heilte sie. Als die Menschen sahen, dass Stumme plötzlich redeten, Krüppel gesund wurden, Lahme gehen und Blinde sehen konnten, waren sie erstaunt und priesen den Gott Israels.

Jesus rief seine Jünger zu sich und sagte: Ich habe Mitleid mit diesen Menschen; sie sind schon drei Tage bei mir und haben nichts mehr zu essen. Ich will sie nicht hungrig wegschicken, sonst brechen sie unterwegs zusammen. Da sagten die Jünger zu ihm: Wo sollen wir in dieser unbewohnten Gegend so viel Brot hernehmen, um so viele Menschen satt zu machen?

Jesus sagte zu ihnen: Wie viele Brote habt ihr? Sie antworteten: Sieben, und noch ein paar Fische. Da forderte er die Leute auf, sich auf den Boden zu setzen. Und er nahm die sieben Brote und die Fische, sprach das Dankgebet, brach die Brote und gab sie den Jüngern, und die Jünger verteilten sie an die Leute. Und alle aßen und wurden satt. Dann sammelte man die übrig gebliebenen Brotstücke ein, sieben Körbe voll.