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Petrus Donders

"Mit jemandem wie dir können wir nichts anfangen." – diesen Satz hat der Niederländer Peter Donders (1807-1887) in seiner Jugend wohl öfter gehört. Schon als kleiner Junge wollte er Priester werden, doch einen längeren Schulbesuch konnten sich seine Eltern nicht leisten. Nachdem ihm Militärdienstuntauglichkeit attestiert worden war, versuchte Peter dem Redemptoristenorden beizutreten. Die Redemptoristen lehnten seine Bewerbung allerdings ab – ebenso wie die Jesuiten und Franziskaner. Ein Wohltäter ermöglichte dem mittlerweile Dreißigjährigen schließlich ein Theologiestudium. Beeindruckt von Berichten aus aller Welt bewarb sich der frisch ordinierte Priester für die niederländische Mission und wurde tatsächlich angenommen. 1842 erreichte er das südamerikanische Surinam, das damals niederländische Kolonie war. Dort kümmerte er sich als Seelsorger besonders um die aus Afrika entführten Sklaven. Ebenso sorgte er sich um die indigene Bevölkerung, die neben den Kolonialherren unter Epidemien zu leiden hatte. Peter zog in eine Leprakolonie, pflegte Kranke und wurde bald "Apostel der Aussätzigen" genannt. Er blieb dort so lange, bis sich die Kolonialautoritäten nach fast drei Jahrzehnten bereiterklärten, eine angemessene Krankenversorgung sicherzustellen. In dieser Zeit wurde er doch noch in den Redemptoristenorden aufgenommen, der inzwischen das Apostolische Vikariat für die Kolonie übernommen hatte. Peter starb am 14. Januar 1887 in Surinam.

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Gebet des Tages

Herr, mach uns bereit,
unseren Mitmenschen zu helfen,
die in Armut und Hunger
leben und sterben.

Gib ihnen durch unsere Hände
heute ihr tägliches Brot,
gib ihnen
durch unsere Liebe
Frieden und Freude.

(Mutter Teresa von Kalkutta)

Hebr 3, 7-14

Lesung aus dem Hebräerbrief

Schwestern und Brüder!

Beherzigt, was der Heilige Geist sagt: Heute, wenn ihr seine Stimme hört, verhärtet euer Herz nicht wie beim Aufruhr, wie in der Wüste am Tag der Versuchung. Dort haben eure Väter mich versucht, sie haben mich auf die Probe gestellt und hatten doch meine Taten gesehen, vierzig Jahre lang. Darum war mir diese Generation zuwider, und ich sagte: Immer geht ihr Herz in die Irre. Sie erkannten meine Wege nicht.

Darum habe ich in meinem Zorn geschworen: Sie sollen nicht in das Land meiner Ruhe kommen. Gebt acht, Brüder, dass keiner von euch ein böses, ungläubiges Herz hat, dass keiner vom lebendigen Gott abfällt, sondern ermahnt einander jeden Tag, solange es noch heißt: Heute, damit niemand von euch durch den Betrug der Sünde verhärtet wird; denn an Christus haben wir nur Anteil, wenn wir bis zum Ende an der Zuversicht festhalten, die wir am Anfang hatten.

Mk 1, 40-45

Aus dem heiligen Evangelium nach Markus

In jener Zeit kam ein Aussätziger zu Jesus und bat ihn um Hilfe; er fiel vor ihm auf die Knie und sagte: Wenn du willst, kannst du machen, dass ich rein werde. Jesus hatte Mitleid mit ihm; er streckte die Hand aus, berührte ihn und sagte: Ich will es - werde rein! Im gleichen Augenblick verschwand der Aussatz, und der Mann war rein. Jesus schickte ihn weg und schärfte ihm ein:

Nimm dich in acht! Erzähl niemand etwas davon, sondern geh, zeig dich dem Priester und bring das Reinigungsopfer dar, das Mose angeordnet hat. Das soll für sie ein Beweis (meiner Gesetzestreue) sein. Der Mann aber ging weg und erzählte bei jeder Gelegenheit, was geschehen war; er verbreitete die ganze Geschichte, so dass sich Jesus in keiner Stadt mehr zeigen konnte; er hielt sich nur noch außerhalb der Städte an einsamen Orten auf. Dennoch kamen die Leute von überallher zu ihm.