Honoratus von Arles

Die von ihm gegründete Klosterschule brachte bedeutsame Gelehrte wie Augustinus von Canterbury hervor und später wurde gleich eine ganze Insel nach ihm benannt – dabei wollte Honoratus von Arles (gest. 429) eigentlich nur ein zurückgezogenes Mönchsleben führen. Honoratus entstammte einer gallischen Senatorenfamilie, ließ sich schon früh taufen und ging nach Ägypten, um das dortige Einsiedlerleben in der Wüste kennenzulernen. Später kehrte Honoratus nach Gallien zurück, wurde zum Priester geweiht und lebte zurückgezogen in den Bergen. Um 410 gründete er auf der heute nach ihm benannten Insel St. Honorat ein Kloster nach orientalischem Vorbild, das sich zu einem einflussreichen geistlichen Zentrum entwickelte (siehe Bild). 426/27 wurde Honoratus gegen seinen Willen zum Bischof von Arles gewählt. Als Kirchenführer widmete er sich hingebungsvoll Werken der Nächstenliebe und starb entkräftet nach nur zwei Amtsjahren.

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Gebet des Tages

Gott.
Du kennst uns besser, als wir uns selber kennen.
Du weißt, wie sehr wir
der Änderung und Umkehr bedürfen.

Aber du trittst nicht mit Gewalt an uns heran
oder mit List.

Du kommst zu uns mit deinem Wort -
deinem offenen und guten,
deinem fordernden und heilenden Wort.

Gib, dass wir dir heute nicht ausweichen,
dass wir uns öffnen
und dein Wort annehmen.

(aus der Tagesliturgie)

Hebr 4, 12-16

Lesung aus dem Hebräerbrief

Lebendig ist das Wort Gottes, kraftvoll und schärfer als jedes zweischneidige Schwert; es dringt durch bis zur Scheidung von Seele und Geist, von Gelenk und Mark; es richtet über die Regungen und Gedanken des Herzens; vor ihm bleibt kein Geschöpf verborgen, sondern alles liegt nackt und bloß vor den Augen dessen, dem wir Rechenschaft schulden.

Da wir nun einen erhabenen Hohenpriester haben, der die Himmel durchschritten hat, Jesus, den Sohn Gottes, lasst uns an dem Bekenntnis festhalten. Wir haben ja nicht einen Hohenpriester, der nicht mitfühlen könnte mit unserer Schwäche, sondern einen, der in allem wie wir in Versuchung geführt worden ist, aber nicht gesündigt hat. Lasst uns also voll Zuversicht hingehen zum Thron der Gnade, damit wir Erbarmen und Gnade finden und so Hilfe erlangen zur rechten Zeit.

Mk 2, 13-17

Aus dem heiligen Evangelium nach Markus

In jener Zeit ging Jesus  wieder hinaus an den See. Da kamen Scharen von Menschen zu ihm, und er lehrte sie. Als er weiterging, sah er Levi, den Sohn des Alphäus, am Zoll sitzen und sagte zu ihm: Folge mir nach! Da stand Levi auf und folgte ihm.

Und als Jesus in seinem Haus beim Essen war, aßen viele Zöllner und Sünder zusammen mit ihm und seinen Jüngern; denn es folgten ihm schon viele. Als die Schriftgelehrten, die zur Partei der Pharisäer gehörten, sahen, dass er mit Zöllnern und Sündern aß, sagten sie zu seinen Jüngern: Wie kann er zusammen mit Zöllnern und Sündern essen? Jesus hörte es und sagte zu ihnen: Nicht die Gesunden brauchen den Arzt, sondern die Kranken. Ich bin gekommen, um die Sünder zu rufen, nicht die Gerechten.