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Vinzenz Pallotti

Das Werk des römischen Ordensgründers Vinzenz Pallotti (1795-1850) fing bei den kleinen Dingen an: Er zog als Priester den Hut vor Menschen, die ihm begegneten, und suchte das Gespräch mit ihnen. Im Zeitalter der katholischen Restauration galt das schon als kleine Revolution. Pallottis Gemeinde wandelte sich zu einem geistigen Zentrum Roms und zahlreiche Menschen strömten zu dem charismatischen Prediger und Beichtvater. 1835 gründete er die "Vereinigung des katholischen Apostolats", in der sich Männer und Frauen aller Lebensstände der Glaubensverkündigung widmen sollten. Papst Pius IX. (1846-1878) lehnte jedoch ein gemeinsames Apostolat von Priestern und Laien ab und bestand auf eine Umbenennung in "Fromme Missionsgesellschaft". Vinzenz Pallotti träumte von einer weltweiten Organisation, doch revolutionäre Unruhen und Missgunst im Vatikan ließen seine junge Gemeinschaft schnell wieder schrumpfen. Nachdem er seinen Mantel an einen Bettler verschenkt und sich im Beichtstuhl erkältet hatte, starb er an einer Lungenentzündung am 22. Januar 1850 in Rom. Verschiedene regionale Gruppen führten in den folgenden Jahrzehnten sein Erbe fort. Mit der Neugründung der Gesamtgemeinschaft 1995 erfüllte sich schließlich Vinzenz Pallottis Traum einer weltweiten Verkündigung.

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Gebet des Tages

Gott, du willst,
dass alle Menschen gerettet werden
und zur Erkenntnis der Wahrheit kommen.

Sende Arbeiter in deine Ernte,
damit sie der ganzen Schöpfung
das Evangelium verkünden.

Sammle dein Volk durch das Wort des Lebens
und stärke es durch die Kraft des Sakramentes,
damit es auf dem Weg des Heiles voranschreitet.

(aus dem Tagesgebet)

Hebr 8, 6-13

Lesung aus dem Hebräerbrief

Schwestern und Brüder!

Jetzt ist unserem Hohenpriester ein umso erhabenerer Priesterdienst übertragen worden, weil er auch Mittler eines besseren Bundes ist, der auf bessere Verheißungen gegründet ist. Wäre nämlich jener erste Bund ohne Tadel, so würde man nicht einen zweiten an seine Stelle zu setzen suchen.

Denn er tadelt sie, wenn er sagt: Seht, es werden Tage kommen - spricht der Herr -, in denen ich mit dem Haus Israel und dem Haus Juda einen neuen Bund schließen werde, nicht wie der Bund war, den ich mit ihren Vätern geschlossen habe, als ich sie bei der Hand nahm, um sie aus Ägypten herauszuführen. Sie sind nicht bei meinem Bund geblieben, und darum habe ich mich auch nicht mehr um sie gekümmert - spricht der Herr.

Das wird der Bund sein, den ich nach diesen Tagen mit dem Haus Israel schließe - spricht der Herr: Ich lege meine Gesetze in ihr Inneres hinein und schreibe sie ihnen in ihr Herz. Ich werde ihr Gott sein, und sie werden mein Volk sein. Keiner wird mehr seinen Mitbürger und keiner seinen Bruder belehren und sagen: Erkenne den Herrn! Denn sie alle, klein und groß, werden mich erkennen. Denn ich verzeihe ihnen ihre Schuld, und an ihre Sünden denke ich nicht mehr. Indem er von einem neuen Bund spricht, hat er den ersten für veraltet erklärt. Was aber veraltet und überlebt ist, das ist dem Untergang nahe.

Mk 3, 13-19

Aus dem heiligen Evangelium nach Markus

In jener Zeit stieg Jesus auf einen Berg und rief die zu sich, die er erwählt hatte, und sie kamen zu ihm. Und er setzte zwölf ein, die er bei sich haben und die er dann aussenden wollte, damit sie predigten und mit seiner Vollmacht Dämonen austrieben.

Die Zwölf, die er einsetzte, waren: Petrus - diesen Beinamen gab er dem Simon -, Jakobus, der Sohn des Zebedäus, und Johannes, der Bruder des  Jakobus - ihnen gab er den Beinamen Boanerges, das heißt Donnersöhne -, dazu Andreas, Philippus, Bartholomäus, Matthäus, Thomas, Jakobus, der Sohn des Alphäus, Thaddäus, Simon Kananäus und Judas Iskariot, der ihn dann verraten hat.