Bild: © KNA

Nikolaus Groß

"Ich spüre, wie es durch das Gebet in mir still und friedlich geworden ist." Diese Worte schrieb Nikolaus Groß (1898-1945, hier links im Bild) kurz vor seiner Hinrichtung an seine Familie. Schon früh engagierte sich der gelernte Bergmann und Familienvater in katholischen Arbeitervereinigungen und übernahm 1927 die Schriftleitung der NSDAP-kritischen "Westdeutschen Arbeiterzeitung". Nach dem Verbot der Zeitung versuchte er, zumindest in der Männerseelsorge die Verbandsarbeit fortzusetzen. Mehrfach wurde er verhaftet und verhört. Am 12. August 1944 wurde er wegen persönlicher Verbindungen zu den Verschwörern des 20. Juli verhaftet und zum Tode verurteilt. Nikolaus Groß wurde am 23. Januar 1945 hingerichtet und hinterließ eine Frau und sieben Kinder. 2001 sprach ihn Papst Johannes Paul II. selig.

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Gebet des Tages

Wo der einzelne hinhört,
das ist seine Berufungsfrage.

Sie wird nicht allein durch
Selbstprüfung und Prüfung der
möglichen Wege gelöst.

Die Lösung muss erbetet werden.

(Edith Stein)

Hebr 9, 2-3.11-14

Lesung aus dem Hebräerbrief

Schwestern und Brüder!

Es wurde ein erstes Zelt errichtet, in dem sich der Leuchter, der Tisch und die heiligen Brote befanden; dieses Zelt wurde das Heilige genannt. Hinter dem zweiten Vorhang aber war ein Zelt, das so genannte Allerheiligste, Christus aber ist gekommen als Hoherpriester der künftigen Güter; und durch das erhabenere und vollkommenere Zelt, das nicht von Menschenhand gemacht, das heißt nicht von dieser Welt ist, ist er ein für alle Mal in das Heiligtum hineingegangen, nicht mit dem Blut von Böcken und jungen Stieren, sondern mit seinem eigenen Blut, und so hat er eine ewige Erlösung bewirkt.

Denn wenn schon das Blut von Böcken und Stieren und die Asche einer Kuh die Unreinen, die damit besprengt werden, so heiligt, dass sie leiblich rein werden, wieviel mehr wird das Blut Christi, der sich selbst kraft ewigen Geistes Gott als makelloses Opfer dargebracht hat, unser Gewissen von toten Werken reinigen, damit wir dem lebendigen Gott dienen.

 

Mk 3, 20-21

Aus dem heiligen Evangelium nach Markus

In jener Zeit ging Jesus in ein Haus, und wieder kamen so viele Menschen zusammen, dass er und die Jünger nicht einmal mehr essen konnten. Als seine Angehörigen davon hörten, machten sie sich auf den Weg, um ihn mit Gewalt zurückzuholen; denn sie sagten: Er ist von Sinnen.