Felix II.

Papst Gregor der Große hatte einen berühmten Urgroßvater: Felix II. (483-492), ebenfalls Bischof von Rom (siehe Bild). Mit ihm bekleidete zum ersten Mal der Sohn einer ehrwürdigen Senatorenfamilie dieses Amt. Felix war bereits verheiratet und Vater mehrerer Kinder, als er Kleriker wurde und als Diakon arbeitete. 483 wurde Felix mit der Zustimmung König Odoakers zum Bischof gewählt – das weströmische Kaisertum war gerade untergegangen. In einem Schreiben erkannte Felix darum erstmals den oströmischen Kaiser in Byzanz an. Das gute Verhältnis kippte jedoch schnell, als der oströmische Kaiser Zenon in seinem Edikt "Henotikon" versuchte, einen theologischen Kompromiss zwischen orthodoxen und häretischen Strömungen zu schließen. Daraufhin erklärte Felix 484 den Patriarchen Achatius von Konstantinopel, den eigentlichen Verfasser des Edikts, für abgesetzt. Achatius wollte sich das nicht gefallen lassen, ließ Felix aus dem Verzeichnis der Patriarchen streichen und erkannte ihm die Amtswürde ab. Es kam zur ersten Spaltung zwischen Ost- und Westkirche, die bis 519 dauern sollte. Felix starb am 1. März 492 in Rom.

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Gebet des Tages

Wenn er mich anruft,
dann will ich ihn erhören.

Ich bin bei ihm in der Not,
befreie ihn und bringe ihn zu Ehren.

Ich sättige ihn mit langem Leben
und lasse ihn mein Heil schauen.

(Psalm 91, 15-16)

Dan 9, 4b-10

Lesung aus dem Buch Daniel

Herr, du großer und Furcht erregender Gott, du bewahrst denen, die dich lieben und deine Gebote halten, deinen Bund und deine Gnade. Wir haben gesündigt und unrecht getan, wir sind treulos gewesen und haben uns gegen dich empört; von deinen Geboten und Gesetzen sind wir abgewichen.

Wir haben nicht auf deine Diener, die Propheten, gehört, die in deinem Namen zu unseren Königen und Vorstehern, zu unseren Vätern und zu allen Bürgern des Landes geredet haben.

Du, Herr, bist im Recht; uns aber steht bis heute die Schamröte im Gesicht, den Leuten von Juda, den Einwohnern Jerusalems und allen Israeliten, seien sie nah oder fern in all den Ländern, wohin du sie verstoßen hast; denn sie haben dir die Treue gebrochen. Ja, Herr, uns steht die Schamröte im Gesicht, unseren Königen, Oberen und Vätern; denn wir haben uns gegen dich versündigt.

Aber der Herr, unser Gott, schenkt Erbarmen und Vergebung. Ja, wir haben uns gegen ihn empört. Wir haben nicht auf die Stimme des Herrn, unseres Gottes, gehört und seine Befehle nicht befolgt, die er uns durch seine Diener, die Propheten, gegeben hat.

Lk 6, 36-38

Aus dem heiligen Evangelium nach Lukas    

In jener Zeit sprach Jesus zu seinen Jüngern: Seid barmherzig, wie es auch euer Vater ist! Richtet nicht, dann werdet auch ihr nicht gerichtet werden. Verurteilt nicht, dann werdet auch ihr nicht verurteilt werden. Erlasst einander die Schuld, dann wird auch euch die Schuld erlassen werden.

Gebt, dann wird auch euch gegeben werden. In reichem, vollem, gehäuftem, überfließendem Maß wird man euch beschenken; denn nach dem Maß, mit dem ihr messt und zuteilt, wird auch euch zugeteilt werden.