Katharine Drexel

Geld allein macht bekanntermaßen nicht glücklich – aber richtig eingesetzt kann es die Welt ein klein wenig besser machen. Katharine Drexel (1858-1955) stammte aus einer reichen Familie mit österreichischen Wurzeln und wurde 1858 in Philadelphia geboren. Ihr Vater war ein erfolgreicher Investmentbanker. Katharine erhielt eine exzellente Bildung durch Privatlehrer und unternahm zahlreiche Reisen durch Nordamerika und Europa. Gleichzeitig engagierte sich die tiefreligiöse Familie in der Armenfürsorge: Dreimal die Woche öffneten die Drexels ihr Haus für Bedürftige. Katharines besondere Sorge galt seit einer Reise in den Westen der USA besonders den ausgebeuteten Indigenen, deren Leid ihr keine Ruhe ließ. 1887 bat Katharine Papst Leo XIII. in einer Privataudienz, er möge Missionare entsenden – die Kosten wolle sie tragen. Sie solle selber Missionarin werden, antwortete der Papst. Zu diesem Zeitpunkt war Katharines Vater bereits verstorben und sie als reiche Erbin eine begehrte Heiratskandidatin. 1889 trat sie den Barmherzigen Schwestern bei. Kurz nach ihrer ersten Profess rief Katharine ihre eigene Kongregation ins Leben: Die Schwestern des Heiligen Sakraments engagierten sich neben Indigenen besonders für die unterdrückte Schwarze Bevölkerung. Katharinas Arbeit schuf ihr auch viele Feinde: Rassisten bekämpften ihr Werk und bedrohten sie mit dem Tod. Insgesamt gründete Katharine 145 Missionen, 50 Schulen für afroamerikanische und 12 Schulen für indigene Kinder. Ihre bekannteste Gründung, die Xavier Universität von Louisiana, ist die einzige historisch Schwarze katholische Hochschule der USA. Katharine starb am 3. März 1955 und wurde im Jahr 2000 heiliggesprochen.

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Gebet des Tages

Herr, unser Gott,
erhalte deiner Kirche die Bereitschaft,
das Gute zu tun.

Ermutige uns in diesem Leben durch deinen Schutz
und führe uns zu den ewigen Gütern.

(Tagesgebet)

Jer 18, 18-20

Lesung aus dem Buch Jeremia

Meine Feinde sagten: Kommt, lasst uns gegen Jeremia Pläne schmieden! Denn nie wird dem Priester die Weisung ausgehen, dem Weisen der Rat und dem Propheten das Wort. Kommt, wir wollen ihn mit seinen eigenen Worten schlagen und Acht geben auf alles, was er sagt.

Gib du, Herr, acht auf mich, und höre das Gerede meiner Widersacher! Darf man denn Gutes mit Bösem vergelten? Denn sie haben mir eine Grube gegraben. Denk daran, wie ich vor dir stand, um zu ihren Gunsten zu sprechen und deinen Zorn von ihnen abzuwenden.

 

Mt 20, 17-28

Aus dem heiligen Evangelium nach Matthäus

In jener Zeit, als Jesus nach Jerusalem hinaufzog, nahm er unterwegs die zwölf Jünger beiseite und sagte zu ihnen: Wir gehen jetzt nach Jerusalem hinauf; dort wird der Menschensohn den Hohenpriestern und Schriftgelehrten ausgeliefert; sie werden ihn zum Tod verurteilen und den Heiden übergeben, damit er verspottet, gegeißelt und gekreuzigt wird; aber am dritten Tag wird er auferstehen.

Damals kam die Frau des Zebedäus mit ihren Söhnen zu Jesus und fiel vor ihm nieder, weil sie ihn um etwas bitten wollte. Er fragte sie: Was willst du? Sie antwortete: Versprich, dass meine beiden Söhne in deinem Reich rechts und links neben dir sitzen dürfen.

Jesus erwiderte: Ihr wisst nicht, um was ihr bittet. Könnt ihr den Kelch trinken, den ich trinken werde? Sie sagten zu ihm: Wir können es. Da antwortete er ihnen: Ihr werdet meinen Kelch trinken; doch den Platz zu meiner Rechten und zu meiner Linken habe nicht ich zu vergeben; dort werden die sitzen, für die mein Vater diese Plätze bestimmt hat.

Als die zehn anderen Jünger das hörten, wurden sie sehr ärgerlich über die beiden Brüder. Da rief Jesus sie zu sich und sagte: Ihr wisst, dass die Herrscher ihre Völker unterdrücken und die Mächtigen ihre Macht über die Menschen missbrauchen.

Bei euch soll es nicht so sein, sondern wer bei euch groß sein will, der soll euer Diener sein, und wer bei euch der Erste sein will, soll euer Sklave sein. Denn auch der Menschensohn ist nicht gekommen, um sich dienen zu lassen, sondern um zu dienen und sein Leben hinzugeben als Lösegeld für viele.