Huna (Hunna)

Abgehobenes Geplapper und weltfremde Mystik? Nicht mit dieser zupackenden Heiligen! Sie hatte einen bemerkenswert pragmatischen Blick – und ihre Heiligenlegende ist erfreulich einprägsam: Der Tradition nach war Huna (7. Jahrhundert) die adlige Ehefrau des fränkischen Ortsherren Huno in Hunaweier (heutiges Hunawihr im französischen Elsass). Gemeinsam stifteten sie die Kirche ihres Heimatortes und verschenkten ihre restlichen Güter an neu gegründete Klöster der Region. So weit, so gewöhnlich für ein heiliges Herrscherpaar dieser Epoche. Doch Huna sorgte auch als Wohltäterin für Arme und Kranke, deren Wäsche sie persönlich wusch. Das Volk verehrte sie als "heilige Wäscherin". Ihr Grab in der von ihr gestifteten Kirche entwickelte sich zu einem vielbesuchten Wallfahrtsort, dessen Quelle Heilwirkungen zugesprochen wurden. Hunas Gedenktag orientiert sich am Tag der Erhebung ihrer Gebeine am 15. April 1520.

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Gebet des Tages

Barmherziger Gott,
gib, dass die Gnade,
die wir in der Feier der österlichen Geheimnisse
empfangen haben,
durch alle Tage unseres Lebens fruchtbar bleibt.

(aus dem Tagesgebet)

Apg 5, 27-33

Lesung aus der Apostelgeschichte

In jenen Tagen führten der Tempelhauptmann und seine Leute die Apostel herbei und stellten sie vor den Hohen Rat. Der Hohepriester verhörte sie und sagte: Wir haben euch streng verboten, in diesem Namen zu lehren; ihr aber habt Jerusalem mit eurer Lehre erfüllt; ihr wollt das Blut dieses Menschen über uns bringen.

Petrus und die Apostel antworteten: Man muss Gott mehr gehorchen als den Menschen. Der Gott unserer Väter hat Jesus auferweckt, den ihr ans Holz gehängt und ermordet habt. Ihn hat Gott als Herrscher und Retter an seine rechte Seite erhoben, um Israel die Umkehr und Vergebung der Sünden zu schenken.

Zeugen dieser Ereignisse sind wir und der Heilige Geist, den Gott allen verliehen hat, die ihm gehorchen. Als sie das hörten, gerieten sie in Zorn und beschlossen, sie zu töten.

Joh 3, 31-36

Aus dem heiligen Evangelium nach Johannes

Er, der von oben kommt, steht über allen; wer von der Erde stammt, ist irdisch und redet irdisch. Er, der aus dem Himmel kommt, steht über allen. Was er gesehen und gehört hat, bezeugt er, doch niemand nimmt sein Zeugnis an.

Wer sein Zeugnis annimmt, beglaubigt, dass Gott wahrhaftig ist. Denn der, den Gott gesandt hat, verkündet die Worte Gottes; denn er gibt den Geist unbegrenzt.

Der Vater liebt den Sohn und hat alles in seine Hand gegeben. Wer an den Sohn glaubt, hat das ewige Leben; wer aber dem Sohn nicht gehorcht, wird das Leben nicht sehen, sondern Gottes Zorn bleibt auf ihm.