Florian von Lorch

Wer glaubt, dass der deutsche Schlagersänger Florian Silbereisen heute in den Medien geradezu omnipräsent sei, der hat seinen Namenspatron Florian von Lorch noch nicht kennengelernt. Besonders im alpinen Raum gibt es vor ihm kein Entkommen: Kaum eine Kirche kommt ohne eine Statue des heiligen Nothelfers aus. Der Legende nach soll Florian im 4. Jahrhundert als pensionierter Amtsvorsteher des Statthalters im heutigen Oberösterreich gelebt haben. Im Zuge der Christenverfolgung unter Kaiser Diokletian sei Florian wegen seines Glaubens gefoltert und zum Tod verurteilt worden: Ein Soldat habe ihn mit einem Stein um den Hals von einer Brücke in die Enns gestürzt. Eine spätere Legende erzählt zudem, Florian habe in seiner Jugend ein brennendes Haus allein durch sein Gebet gerettet. Im 15. Jahrhundert entwickelte sich aus diesen und weiteren Traditionen Florians Verehrung als "Wasserheiliger". Bis heute gilt Florian als Patron der Feuerwehr und heiliger Experte für Feuer- und Wassergefahren.

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Gebet des Tages

Allmächtiger Gott,
durch die Auferstehung deines Sohnes
hast du uns neu geschaffen für das ewige Leben.

Festige uns im Glauben und in der Hoffnung,
damit wir die Erfüllung deiner Verheißung
voll Zuversicht erwarten.

(aus dem Tagesgebet)

Apg 14, 19-28

Lesung aus der Apostelgeschichte

In jenen Tagen kamen Juden von Antiochia und Ikonion und überredeten die Volksmenge. Und sie steinigten den Paulus und schleiften ihn zur Stadt hinaus, in der Meinung, er sei tot. Als aber die Jünger ihn umringten, stand er auf und ging in die Stadt. Am anderen Tag zog er mit Barnabas nach Derbe weiter.

Als sie dieser Stadt das Evangelium verkündet und viele Jünger gewonnen hatten, kehrten sie nach Lystra, Ikonion und Antiochia zurück. Sie sprachen den Jüngern Mut zu und ermahnten sie, treu am Glauben festzuhalten; sie sagten: Durch viele Drangsale müssen wir in das Reich Gottes gelangen.

In jeder Gemeinde bestellten sie durch Handauflegung Älteste und empfahlen sie mit Gebet und Fasten dem Herrn, an den sie nun glaubten. Nachdem sie durch Pisidien gezogen waren, kamen sie nach Pamphylien, verkündeten in Perge das Wort und gingen dann nach Attalia hinab. Von dort fuhren sie mit dem Schiff nach Antiochia, wo man sie für das Werk, das sie nun vollbracht hatten, der Gnade Gottes empfohlen hatte.

Als sie dort angekommen waren, riefen sie die Gemeinde zusammen und berichteten alles, was Gott mit ihnen zusammen getan und dass er den Heiden die Tür zum Glauben geöffnet hatte. Und sie blieben noch längere Zeit bei den Jüngern.

Joh 14, 27-31a

Aus dem heiligen Evangelium nach Johannes

In jener Zeit sprach Jesus zu seinen Jüngern: Frieden hinterlasse ich euch, meinen Frieden gebe ich euch; nicht einen Frieden, wie die Welt ihn gibt, gebe ich euch. Euer Herz beunruhige sich nicht und verzage nicht.

Ihr habt gehört, dass ich zu euch sagte: Ich gehe fort und komme wieder zu euch zurück. Wenn ihr mich lieb hättet, würdet ihr euch freuen, dass ich zum Vater gehe; denn der Vater ist größer als ich. Jetzt schon habe ich es euch gesagt, bevor es geschieht, damit ihr, wenn es geschieht, zum Glauben kommt.

Ich werde nicht mehr viel zu euch sagen; denn es kommt der Herrscher der Welt. Über mich hat er keine Macht, aber die Welt soll erkennen, dass ich den Vater liebe und so handle, wie es mir der Vater aufgetragen hat.