Bardo von Mainz

Ob verachtete Spielleute oder höchster Adel – Bardo von Mainz (um 980-1051) kam mit unterschiedlichsten Bevölkerungsschichten in Kontakt. Er lebte zunächst als einfacher Benediktiner im Kloster Fulda und übernahm später zahlreiche Leitungspositionen in weiteren Klöstern. Als Abt legte Bardo besonderen Wert auf die Pflege benediktinischer Gastfreundschaft und freigiebige Armenfürsorge. Doch so mildtätig er gegenüber anderen war, so streng blickte er auf sich selbst: Papst Leo IX. musste ihn ermahnen, bei aller Askese die eigene Gesundheit nicht zu vernachlässigen. Gleichzeitig stand Bardo in enger Beziehung zur kaiserlichen Familie und war vielleicht mit Kaiserin Gisela verwandt. Deren Mann, Kaiser Konrad II., ernannte Bardo 1031 zum Erzbischof von Mainz. In dieser einflussreichen Position nahm er an wichtigen Kirchenversammlungen teil und weihte 1036 den neu ausgebauten Mainzer Dom (siehe Bild). Bardo starb am 10. oder 11. Juni 1051 auf einer Reise.

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Gebet des Tages

Gütiger Gott.
Bei dir ist Freude über jeden Menschen,
der umkehrt und Buße tut.

Denn du bist der Vater, der für alle ein Herz hat.
Lass uns darauf vertrauen
und deinem Ruf folgen.

Hilf uns,
dass auch wir einander vergeben,
wie du uns vergibst.

(aus dem Tagesgebet)

2 Kor 3, 15 - 4, 1.3-6

Lesung aus dem zweiten Brief des Apostels Paulus an die Korinther

Schwestern und Brüder!

Bis heute liegt die Hülle auf ihrem Herzen, wenn Mose vorgelesen wird. Sobald sich aber einer dem Herrn zuwendet, wird die Hülle entfernt. Der Herr aber ist der Geist, und wo der Geist des Herrn wirkt, da ist Freiheit.

Wir alle spiegeln mit enthülltem Angesicht die Herrlichkeit des Herrn wider und werden so in sein eigenes Bild verwandelt, von Herrlichkeit zu Herrlichkeit, durch den Geist des Herrn. Daher erlahmt unser Eifer nicht in dem Dienst, der uns durch Gottes Erbarmen übertragen wurde.

Wenn unser Evangelium dennoch verhüllt ist, ist es nur denen verhüllt, die verloren gehen; denn der Gott dieser Weltzeit hat das Denken der Ungläubigen verblendet. So strahlt ihnen der Glanz der Heilsbotschaft nicht auf, der Botschaft von der Herrlichkeit Christi, der Gottes Ebenbild ist.

Wir verkündigen nämlich nicht uns selbst, sondern Jesus Christus als den Herrn, uns aber als eure Knechte um Jesu willen. Denn Gott, der sprach: Aus Finsternis soll Licht aufleuchten!, er ist in unseren Herzen aufgeleuchtet, damit wir erleuchtet werden zur Erkenntnis des göttlichen Glanzes auf dem Antlitz Christi.



Mt 5, 20-26

Aus dem heiligen Evangelium nach Matthäus

In jener Zeit sprach Jesus zu seinen Jüngern: Wenn eure Gerechtigkeit nicht weit größer ist als die der Schriftgelehrten und der Pharisäer, werdet ihr nicht in das Himmelreich kommen. Ihr habt gehört, dass zu den Alten gesagt worden ist: Du sollst nicht töten; wer aber jemand tötet, soll dem Gericht verfallen sein. Ich aber sage euch: Jeder, der seinem Bruder auch nur zürnt, soll dem Gericht verfallen sein; und wer zu seinem Bruder sagt: Du Dummkopf!, soll dem Spruch des Hohen Rates verfallen sein; wer aber zu ihm sagt: Du gottloser Narr!, soll dem Feuer der Hölle verfallen sein.

Wenn du deine Opfergabe zum Altar bringst und dir dabei einfällt, dass dein Bruder etwas gegen dich hat, so lass deine Gabe dort vor dem Altar liegen; geh und versöhne dich zuerst mit deinem Bruder, dann komm und opfere deine Gabe.

Schließ ohne Zögern Frieden mit deinem Gegner, solange du mit ihm noch auf dem Weg zum Gericht bist. Sonst wird dich dein Gegner vor den Richter bringen, und der Richter wird dich dem Gerichtsdiener übergeben, und du wirst ins Gefängnis geworfen. Amen, das sage ich dir: Du kommst von dort nicht heraus, bis du den letzten Pfennig bezahlt hast.