Andreas Kim und Paul Chong

Als Mitte des 18. Jahrhunderts die ersten europäischen Missionare nach Korea kamen, stellten sie überrascht fest, dass es dort bereits seit knapp 200 Jahren Christen gab. Zwischen 1839 und 1867 sahen sich die koreanischen Christen blutigen Verfolgungen ausgesetzt. Einer von ihnen war Paul Chong Hasang (1795-1839), dessen gesamte Familie den Märtyrertod erlitt. Paul Chong war jahrelang als Katechet und Gemeindeleiter tätig. In einem Brief bat er den Papst, weitere Priester nach Korea zu schicken. Nachdem Paul Chong drei französischen Missionaren bei der illegalen Einreise ins Land geholfen hatte, wurde er gefangengenommen und am 22. September gehängt. Ähnlich erging es Andreas Kim Taegon (1821-1846), der aus einer wegen ihres christlichen Glaubens verarmten Adelsfamilie stammte. Er wurde in Shanghai ordiniert und gilt damit als Koreas erster katholischer Priester. Nach seiner Priesterweihe kehrte er in seine Heimat zurück, um dort den Glauben zu verkündigen. Kurz darauf aber wurde der 25-Jährige gefangengenommen, gefoltert und schließlich geköpft. Die Namen dieser beiden Männer stehen stellvertretend für alle katholischen Märtyrer Koreas. Seit 1967 erinnert ein offizielles Heiligtum in der Hauptstadt Seoul (heutiges Stadtbild siehe Bild) an sie.

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Gebet des Tages

Gott, unser Heil,
in deiner wunderbaren Vorsehung hast du bestimmt,
dass das Reich Christi sich über die ganze Erde ausbreiten soll.

Du willst, dass alle Menschen
von ihrer Schuld erlöst und gerettet werden.

Lass deine Kirche leuchten
als Zeichen des allumfassenden Heiles.

Hilf ihr,
das Geheimnis deiner Liebe zu verkünden
und es an den Menschen wirksam zu machen.


(aus der Tagesliturgie)

Esra 1, 1-6

Lesung aus dem Buch Esra

Im ersten Jahr des Königs Kyrus von Persien sollte sich erfüllen, was der Herr durch Jeremia gesprochen hatte.  Darum erweckte der Herr den Geist des Königs Kyrus von Persien, und Kyrus ließ in seinem ganzen Reich mündlich und schriftlich den Befehl verkünden: So spricht der König Kyrus von Persien: Der Herr, der Gott des Himmels, hat mir alle Reiche der Erde verliehen. Er selbst hat mir aufgetragen, ihm in Jerusalem in Juda ein Haus zu bauen.

Jeder unter euch, der zu seinem Volk gehört - sein Gott sei mit ihm -, der soll nach Jerusalem in Juda hinaufziehen und das Haus des Herrn, des Gottes Israels, aufbauen; denn er ist der Gott, der in Jerusalem wohnt. Und jeden, der irgendwo übrig geblieben ist, sollen die Leute des Ortes, in dem er ansässig war, unterstützen mit Silber und Gold, mit beweglicher Habe und Vieh, neben den freiwilligen Gaben für das Haus Gottes in Jerusalem.

Die Familienoberhäupter von Juda und Bénjamin sowie die Priester und Leviten, kurz alle, deren Geist Gott erweckte, machten sich auf den Weg, um nach Jerusalem zu ziehen und dort das Haus des Herrn zu bauen. Alle ihre Nachbarn unterstützten sie in jeder Weise mit Silber und Gold, mit beweglicher habe und mit Vieh sowie mit wertvollen Dingen, abgesehen von dem, was jeder für den Tempel spendete.

Lk 8, 16-18

Aus dem heiligen Evangelium nach Lukas

In jener Zeit sprach Jesus: Niemand zündet ein Licht an und deckt es mit einem Gefäß zu oder stellt es unter das Bett, sondern man stellt das Licht auf den Leuchter, damit alle, die eintreten, es leuchten sehen. Es gibt nichts Verborgenes, das nicht offenbar wird, und nichts Geheimes, das nicht bekannt wird und an den Tag kommt. Gebt also acht, dass ihr richtig zuhört! Denn wer hat, dem wird gegeben; wer aber nicht hat, dem wird auch noch weggenommen, was er zu haben meint.