Dossier: Dreikönig
500.000 Sternsinger

500.000 Sternsinger

Rund den 6. Januar sind in vielen Gemeinden Deutschlands die Sternsinger unterwegs. Mit einem Stern vorneweg besuchen jährlich 500.000 deutsche Dreikönigssinger die Häuser. Die als Könige verkleideten Kinder schreiben das Kreidezeichen "C+M+B" an den Türrahmen. Dabei steht dieses Kürzel nicht etwa für die Anfangsbuchstaben der Königs-Namen Caspar, Melchior und Balthasar, sondern bedeutet "Christus mansionem benedicat – Christus segne dieses Haus". Jahr für Jahr bringen die Sternsinger diesen Segen zu den Menschen und sammeln Spenden für notleidende Kinder in aller Welt.
Hospiz
Nur nicht alleine sein

Nur nicht alleine sein

Umringt von einem Adventskranz mit roten Christbaumkugeln steht eine cremefarbene Kerze in einer Glasvase am Fenster des Hospiz St. Martin in Stuttgart. Doch sie brennt nicht. Einem flammenden Docht blickt man hier nicht mit seligem Lächeln entgegen. Denn wenn diese Kerze brennt, ist ein Bewohner gestorben. Hospize wie das katholische St. Martin oberhalb der baden-württembergischen Landeshauptstadt kümmern sich um Menschen, deren Leben zu Ende geht, meist wegen einer unheilbaren Krankheit.
Brauchtum
Wettstreit der Festtage

Wettstreit der Festtage

Viele Familien feiern um den 11. November herum mit Laternenumzügen und Aufführungen der Martinsgeschichte den populären katholischen Heiligen. Doch was hat der fromme Martin von Tours aus dem Mittelalter uns heute noch zu sagen? Der Religionswissenschaftler und Ethnologe Thomas Hauschild findet, der Tag sei wichtig genug, um ihn vor einem möglichen Niedergang zu retten. Doch mit Halloween habe das Fest seit ein paar Jahren "eine überaus starke Konkurrenz".