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"Kirchenräume nicht mit Geld bezifferbar"

Bischof Friedhelm Hofmann spricht beim Werkstattgespräch "Leib, Raum, Kirche" auch über den Limburger Domberg.

Ein Werkstattgespräch über Kirchenräume mutet in diesen Tagen etwas unvorteilhaft an. Ist doch die Affäre um die Kostenexplosion beim Bau des Limburger Domhauses noch frisch im Gedächtnis. "Es ist eine Volte der Geschichte", sagt Organisator Jakob Johannes Koch, der das Symposium zum Thema schon sehr viel länger angesetzt hatte. Worum es im interdisziplinären Gespräch "Leib – Raum – Kirche" in der Benediktinerabtei Maria Laach ging, erzählen die Teilnehmer Bischof Friedhelm Hofmann, Professor Thomas Sternberg und Kulturreferent Jakob Johann Koch.

Es ist gerade das fachübergreifende, was Bischof Friedhelm Hofmann, Leiter der Kunstkommission bei der Bischofskonferenz begeistert. So nahmen am Gespräch neben Architekten und Theologen auch Autoren, Psychologen, Trendforscher und Bühnenbildner teil, die ihre persönliche Sichtweise in die Runde hinein gaben. Außerdem schildert der Würzburger Bischof seine Sicht der Dinge zum Skandal Limburger Domberg.

Professor Thomas Sternberg, der kulturpolitische Sprecher des Zentralkomitees der deutschen Katholiken (ZdK), spricht über die Unterschiede zwischen weltlichen und kirchlichen Raum und über die große Bedeutung der Kirche als Bauherrin wertvoller Gebäude.

Der Kulturreferent der Deutschen Bischofskonferenz, Jakob Johann Koch, ordnet unterdessen das Werkstattgespräch in die Serie gleichartiger Symposien ein. Für ihn ist die Wirkung von Räumen auf den Kirchenbesucher immer wieder bemerkenswert. Zugleich stellt er eine Individualisierung der Kirchenarchitektur, die heute viel mehr auf lokale Gegebenheiten und Bedürfnisse eingeht als früher.