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Ordensgründer: Dominicus

Glaubwürdig leben, überzeugend predigen und intellektuell bestechen, nur so könne die Kirche das Volk zurückgewinnen, davon war Dominicus überzeugt. Ein Porträt über den Gründer des Predigerordens der Dominikaner.

Dominicus wurde um 1170 in Caleruega bei Burgos, Altkastilien, geboren († 6. August 1221 bei Bologna, Italien). Schon früh begann er, Theologie und Philosophie zu studieren und verkaufte während seines Studiums seine Bücher, um Menschen in Not zu unterstützen. 1206 brach er mit einer Gruppe von Geistlichen auf, um in Südfrankreich das Gespräch mit der von der Kirche gelösten Bewegung der Katharer zu suchen.

Der junge Spanier war beeindruckt vom geschlossenen Denksystem der Katharer und ihrer Überzeugungskraft. Sie predigten dem Volk in der Landessprache und ihr bescheidener Lebensstil ließ Wort und Tat nicht auseinanderklaffen. Dominicus war der Überzeugung, dass die Kirche glaubwürdig leben, überzeugend predigen und bereit sein musste, sich intellektuell den Herausforderungen zu stellen, wenn sie das Volk zurückgewinnen wollte.

1215 gründete Dominicus in Toulouse mit sechs Gefährten die Gemeinschaft der Predigerbrüder mit dem Ziel, die katholische Lehre zu verbreiten und zu verteidigen. Eine eigene Ordensregel gibt er seiner Gemeinschaft nicht, da er von Papst Innozenz III. aufgefordert wurde, eine bestehende zu übernehmen. Diese war die Augustinusregel. Der Orden wuchs schnell. Die Predigerbrüder zogen durch das Land und verkündeten das Wort. Dominicus legte viel Wert auf eine theologische Ausbildung und bald waren Dominicaner an großen Fakultäten zu finden.

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