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"Flüchtlinge suchen eine Perspektive"

Der Bonner Caritasdirektor Jean-Pierre Schneider über die aktuelle europäische Flüchtlingspolitik.

Eine Willkommenskultur gegenüber Flüchtlingen kann nach Ansicht des Bonner Caritasdirektors Jean-Pierre Schneider nur unter bestimmten Bedingungen entstehen: zum einen müssten Begegnungsmöglichkeiten zwischen Flüchtlingen und Bürgern geschaffen werden. Zum anderen seien Bund und Länder gefordert, die wirtschaftlichen Belastungen der Gemeinden, die Flüchtlinge aufnehmen, abzumildern.

Darüber hinaus fordert Schneider im Video-Interview mit katholisch.de eine klare europäische Flüchtlingspolitik, die Flüchtlinge nicht nur an ihren Grenzen abweist, sondern Ihnen die Option eröffnet, auf legalem Weg nach Europa zu kommen. Dies sei aber auch an die Bedingung geknüpft, dass sich alle Länder in Europa bereit erklärten, Flüchtlinge aufzunehmen.

Im Raum Bonn sind im Jahr 2014 offiziell 1.000 Flüchtlinge aufgenommen worden, für 2015 sind derzeit 1.500 prognostiziert. Doch Schneider ist sich sicher, dass es mehr werden. Und damit steht Bonn vor einem entscheidenden Problem: in der Studentenstadt, in der es auch für Studenten schwierig ist ein WG-Zimmer zu finden, fehlt es an Unterkünften. Hier hofft der Caritasdirektor auf das ehrenamtliche Engagement der Bonner Bürger.

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