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Kölsch oder Alster?

Stefan Heße über seine ersten sechs Monate als Erzbischof von Hamburg

Heße, der 1966 in Köln geboren wurde und zuletzt Generalvikar im dortigen Erzbistum war, berichtet im Interview über seine bisherigen Eindrücke im hohen Norden. Verglichen mit dem Erzbistum Köln sei ihm in der Hamburger Erzdiözese vor allem die "ungeahnte Weite" mit drei Bundesländern - Hamburg, Mecklenburg-Vorpommern und Schleswig-Holstein - und  vielen unterschiedlichen Mentalitäten aufgefallen. Er sei derzeit dabei, so Heße, die gesammelten Erfahrungen in "eine gewisse Ordnung" zu bringen.

Trotz der großen Mentalitätsunterschiede zwischen dem Rheinland und Norddeutschland ist Heße in Hamburg nach eigenen Worten mit offenen Armen, Wohlwollen und Freundlichkeit empfangen worden. Früher habe er immer gedacht, die Nordlichter seien kühle Hanseaten; und auch wenn der Hamburger - anders als der Kölner - den Menschen nicht sofort um den Hals falle, seien die Menschen im Norden nicht weniger offen oder freundlich. Nach den ersten Monaten in Hamburg fühlt er sich jedenfalls schon "recht wohl".

Wie kann der Glaube weitergegeben werden?

Im Interview berichtet Heße auch ausführlich über die Herausforderungen in seiner Erzdiözese. Hier ist für ihn vor allem die Frage entscheidend, wie der Glaube in der Diasporasituation des Nordens weitergegeben und gelebt werden kann. Zudem sieht er die Herausforderung, die Menschen seiner Erzdiözese über die großen räumlichen Distanzen hinweg miteinander zu vernetzen.

Kurz spricht Heße im Gespräch auch seine neue Aufgabe als "Sonderbeauftragter für Flüchtlingsfragen" der Deutschen Bischofskonferenz sowie seine Erfahrungen bei seiner ersten Vollversammlung als Erzbischof in der vergangenen Woche in Fulda an.