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Was ist der Zölibat?

Wer hat sich ausgedacht, dass katholische Priester nicht heiraten dürfen? War das schon immer so? Was es mit dem Zölibat auf sich hat, erklärt "Katholisch für Anfänger".

Der Zölibat, von lateinisch caelebs‚ "allein, unvermählt lebend", ist die Verpflichtung zur Ehelosigkeit. Neben der römisch-katholischen Kirche kennen auch die orthodoxe, anglikanische und evangelische Kirche für Ordensfrauen und -männer, Eremiten, geweihte Jungfrauen und Diakonissen das Gelübde der Ehelosigkeit. Während das zölibatäre Leben in der lateinischen Teilkirche der römisch-katholischen Kirche für die Priester verpflichtend ist, gilt dies in den katholischen Ostkirchen sowie in den orthodoxen Kirchen nur für Bischöfe und Mönche sowie für Priester, die zum Zeitpunkt der Weihe unverheiratet sind.

Mehrfach wird im Neuen Testament die Ehelosigkeit "um des Himmelreiches willen" gewürdigt (Mt 19,12). Befürworter verweisen darauf, dass die Apostel alles verlassen hätten, um Jesus nachzufolgen. Allerdings ist Ehelosigkeit keine absolute Forderung Jesu. Auch Petrus war laut den Evangelien verheiratet. Zugleich gibt es etwa in den sogenannten Pastoralbriefen des Neuen Testaments auch Hinweise auf verheiratete Amtsträger in der frühen Kirche.

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