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Kaffee von indigenen Bauern in Mexiko

Eine Kaffee-Kooperative von Jesuiten verschafft Bauern in Mexiko faire Arbeit.

Bis in die 90er Jahre mussten die indigenen Bauern Mexikos wie Sklaven im Kaffeeanbau arbeiten. Auch Deutsche waren unter den Großgrundbesitzern, die die Nachfahren der Maya bis zu 12 Stunden pro Tag schuften ließen. Erst ein bewaffneter Aufstand der Indigenen, der sogenannten Zapatisten, änderte die Verhältnisse: Hatten die Großgrundbesitzer vorher 90 Prozent des Landes im Süden Mexikos besessen, wurde nun Stück für Stück Land an die Indigenen zurückgegeben. Die Jesuiten haben eine Kooperative für die Bauern gegründet. Hier liegt der Kaffee von der Ernte bis in die Tasse in der Hand der Bauern. Sie sind nicht von Zwischenhändlern abhängig und können so auf stabile Preise bauen. Bis zu 400 Produzenten mit ihren Familien profitieren von dem Arbeitsmodell. Auch Seife und Honig wird hier mittlerweile hergestellt. Die Redakteurin des Internetportals Weltkirche, Claudia Zeisel, hat die Kooperative, die auch vom Lateinamerika-Hilfswerk Adveniat unterstützt wird, besucht und mit den Mitarbeitern gesprochen.

Adveniat stellt zu seiner Weihnachtsaktion 2017 faire Arbeit in den Mittelpunkt.