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Hexenverfolgung in Papua-Neuguinea

Eine Schweizer Ordensfrau hilft Opfern von Hexenverfolgung.

Seit 2012 fällt der Schweizer Ordensfrau und Missionarin Lorena in Papua-Neuguinea eine neue Problematik auf: es ist ein Phänomen, was nicht kulturell verankert ist in Papua Neuguinea, sondern recht neu ist – der Glaube an Hexen und die Verfolgung und Folterung von Frauen und Männern, die als Hexe bezeichnet werden. „In den letzten 14 Monaten hatten wir von unserer Missionsstation mit 18 Opfern zu tun: davon 13 Frauen und fünf Männer.“

 

„Ich kann mir dieses neue Phänomen nur so erklären, dass der digitale Wandel und die Globalisierung so schnell in Papua Einzug gehalten haben, dass die Menschen nicht mitgekommen sind. Es ist quasi über Nacht passiert. Plötzlich ist eine riesige Welt im Internet verfügbar, mit Gewalt und Pornografie, das sehen die Menschen und sind überfordert. Es ist ja so, dass jeder ein Smartphone besitzt, auch wenn sie gar keinen Strom im Haus haben. Es kommt nicht selten vor, dass die Kinder die Handys mit in die Schule nehmen, um sie dort zu laden, oder sie werden zu uns in die Missionsstation geschickt, dass sie ihre Geräte dort wieder aufladen sollen.“ Schwester Lorena Jenal.