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Kath. Gottesdienst am 01.04.2018 mit Papst Franziskus

Ostern in Rom

Jedes Jahre kommen Tausende Pilger aus aller Welt nach Rom, um an den Osterfeierlichkeiten teilzunehmen. Millionen Menschen verfolgen die Messe und den Segen über Fernsehen, Radio und Internet.

Nach der 40-tägigen Fastenzeit feiert Papst Franziskus am Ostersonntag auf dem Petersplatz das Fest der Auferstehung. Nach dem Gottesdienst spendet das Oberhaupt der katholischen Kirche von der Benediktionsloggia der Peterskirche aus den feierlichen Segen "Urbi et Orbi" – der Stadt und dem Erdkreis. Seit dem 13. Jahrhundert gehört dieser Segen zu den bekanntesten Riten der katholischen Kirche. Seit fünf Jahren ist Papst Franziskus im Amt, und er geht konsequent seinen Weg. Der 81-Jährige treibt die schwierige Reform des Vatikan weiter voran, kümmert sich in persönlichen Begegnungen immer wieder um Menschen, die am Rande der Gesellschaft stehen und ruft – wie auch in seiner Fastenbotschaft – zu Umkehr und Bescheidenheit auf. Beides lebt er vor, in seinen Gesten, auf seinen Reisen, in seinen Predigten. Und er scheut sich nicht, klare Worte zu sprechen. In seiner Fastenbotschaft warnt er vor falschen Propheten und "Schlangenbeschwörern", die die Menschen zu Sklaven des Profits machten. Diese Scharlatane böten häufig schnelle und einfache Lösungen gegen das Leid an. "Drogen, Wegwerfbeziehungen oder unredliche Verdienstmöglichkeiten" würden den Menschen aber das Kostbarste nehmen: Würde, Freiheit und die Fähigkeit zu lieben, sagt Franziskus. Die Zeit vor Ostern sollen die Gläubigen nutzen, um der Liebe untereinander wieder mehr Raum zu geben.