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Anja Karliczek: Nicht alles, was möglich ist, ist gut

Es ist für Anja Karliczek der erste Katholikentag. Es waren aber berufliche Gründe, welche die neue Bundesministerin für Bildung und Forschung bisher davon abgehalten haben. Im Interview erzählt sie von ihren neuen Erfahrungen und Themen - auch in der Politik.

Seit 2018 ist sie im Kabinett Merkel. Vorher war Anja Karliczek im Hotelgewerbe tätig. Als Verantwortliche in der Bundesregierung für Bildung und Forschung sieht sie Einmischung der Kirche in diesem Bereich positiv: "Nicht alles, was möglich ist, wollen wir." Beim Thema künstliche Intelligenz würde ihr das besonders auffallen. Deshalb müsse zwischen Möglichkeiten unterschieden und Grenzen gesetzt werden. Sie wolle nicht, dass manipuliert werde. Deutschland sei in der Debatte um die ethischen Standards "vorne mit dabei".

Aber auch selbstkritisch wurde die Ministerin. In der Debatte würde man sich in einer gewissen Filterblase befinden, die breite Masse sei nicht genügend informiert. "Wir sprechen immer mit uns selbst."

Als Bildungsministerin sei ihr aufgefallen, dass Religion in den letzten Jahren in den Mittelpunkt gerückt sei. In Berlin würde derzeit viel über Antisemitismus diskutiert. Wie Religionsunterricht in den Schulen ausgestaltet würde, sei Sache der einzelnen Bundesländer. Dort herrschten unterschiedliche Bedürfnisse, deshalb könne es keine einheitliche Lösung geben.

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