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Pater Philipp trifft Kaplan Olding: Wohin geht die Kirche?

Leere Kirchen, leere Klöster - und trotzdem haben sich Philipp Meyer und Christian Olding für ein geweihtes Leben entschieden. Der eine ist Benediktinerpater, der andere Kaplan. Auf dem Katholikentag haben sie über ihre persönlichen Gründe und ihre Zukunftsvision von Kirche gesprochen.

Wie sieht die Kirche von heute aus? Leer vor allem, meint Kaplan Christian Olding. Aber wie kann Kirche in Zukunft auch bestehen? Indem sie keine alten Strukturen komplett auflöstt, aber gleichzeitig Neues anstößt. Indem sie sich aber auch nicht an Randthemen aufhängt, wie etwa dem Zölibat. Problem erkannt - aber was jetzt tun?

Pater Philipp meint: "Es geht vor allem um die persönliche Ansprache und das persönliche Zeugnis. Wo sprechen wir denn heute von unserem Glauben?" Als Kirche dürfe man nicht stehenbleiben und im eigenen Saft schmoren. Ein konkreter Vorschlag vom Benediktinerpater: "Bring doch einfach mal jemanden in die Kirche mit."

Als typisch deutsches Problem sieht Pater Philipp die "deutsche Meckermentalität". Der Priester passe nicht, die Lieder passen nicht, die Predigt sei zu lang. Dabei gehe es doch in der Liturgie gar nicht um den Priester. Die Menschen sollen sich nicht auf den Gottesdienst verlassen, sondern auch zuhause die Bibel in die Hand nehmen, ergänzt Olding. Diese sei eine Lebensvision.

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