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Heiligsprechungen in Rom vom 14.10.2018

Papst Franziskus spricht Papst Paul VI., den Befreiungstheologen und Erzbischof Oscar Romero sowie die deutsche Ordensgründerin Maria Katharina Kasper heilig. 

Das ZDF blickt in der Sendung auf das Lebenswerk der neuen Heiligen. Vor allem Papst Paul VI. und Oscar Romero prägten die katholische Kirche nachhaltig, lösten aber auch viele kontroverse Debatten aus.

Zwei kontroverse neue Heilige

Papst Paul VI. (1897 bis 1978) gilt als der große "Konzilspapst". Er stieß viele Reformen in der katholischen Kirche an, die beim Zweiten Vatikanischen Konzil (1962 bis 1965) beschlossen worden waren. Zugleich löste er mit seinem Lehrschreiben "Humanae vitae", in dem er die Ablehnung der künstlichen Empfängnisregelung für die katholische Kirche festschrieb, heftige Debatten aus. Viele Katholiken kündigten daraufhin ihrer Kirche die Gefolgschaft auf.

Erzbischof Oscar Romero (1917 bis 1980) entwickelte sich im Laufe seines Lebens zu einem der prominentesten Vertreter der Befreiungstheologie in Lateinamerika. Er setzte sich für die Armen und mehr Gerechtigkeit in seinem Heimatland El Salvador ein. 1980 wurde er bei einem Gottesdienst von Militärs erschossen. Von den Menschen wurde er sehr schnell wie ein Heiliger verehrt. Das Verfahren zur Selig- und Heiligsprechung wurde bereits 1990 eröffnet, doch konservative Kräfte in der katholischen Kirche blockierten es lange Zeit. Papst Franziskus, der selbst den Inhalten der Befreiungstheologie nahesteht, änderte das