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Zeit und Ewigkeit vom 07.10.2018

Gedanken zum Erntedankfest

Ein Spritzer Wasser aus der "Fontana della Fortuna" soll genügen, und schon steht das Glück vor der Tür. So jedenfalls heißt es in Fano an der Adria. Ist es wirklich so einfach, glücklich zu werden? Und was macht ein glückliches Leben eigentlich aus? Am Erntedankfest begibt sich der Windberger Prämonstratenserabt Hermann Josef Kugler auf die Suche nach dem wahren Glück.

Seit 500 Jahren sprudelt die "Fontana della Fortuna", der Glücksbrunnen, zu Füßen einer Statue der römischen Glücksgöttin in der historischen Altstadt von Fano. Auch wenn Abt Hermann Josef Kugler die Legende, dass ihr Wasser glücklich machen soll, durchaus gefällt, ist der Weg zum Glück für ihn ein anderer.

Eine Quelle des wahren Glücks sieht er in der Einstellung zum Leben. Nachhaltig glücklicher sind, so seine Erfahrung, Menschen, die es gelernt haben, dankbar zu sein. Wer dankbar ist, ist nicht nur glücklicher, sondern entwickelt auch einen besonderen Blick für das Göttliche im Alltag – davon ist Kugler überzeugt.

Dankbarkeit lernen

Das Erntedankfest lädt dazu ein, eine Haltung der Dankbarkeit zu lernen und einzuüben. Anregungen dazu gibt Abt Hermann Josef Kugler bei einem Besuch der Abbazia di San Salvatore, des Klosters zum Heiligen Erlöser, zu Füßen des Monte Amiata in der südlichen Toskana. Dankbarkeit war nicht zuletzt der Grund, warum die Bewohner des Ortes, der in unmittelbarer Nachbarschaft des Klosters entstanden ist, diesen „Abbadia San Salvatore“ genannt haben – nach dem Erlöser, von dem alles Glück der Welt ausgeht.