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Ökum. Gottesdienst mit Gelübdeerneuerung am 20.10.2018

aus dem Passionstheater Oberammergau

Die Spannung steigt in Oberammergau. Die Vorbereitungen auf die 42. Passionsspiele laufen. Welche Akzente wird Spielleiter Christian Stückl 2020 setzen? Am 20. Oktober 2018 werden erste Geheimnisse gelüftet.

Der Tag beginnt mit einem Ökumenischen Gottesdienst im Passionstheater. Weihbischof Wolfgang Bischof und die Regionalbischöfin Susanne Breit-Keßler feiern ihn zusammen mit vielen Mitwirkenden der Passionsspiele und Gästen aus nah und fern. Auch das Gelübde wird an diesem Tag erneuert. Denn die Entstehung der Passionsspiele geht auf ein Gelübde aus der Zeit des Dreißigjährigen Krieges zurück. In Oberammergau starben 80 Menschen an der Pest. Die Verzweiflung war so groß, dass die Oberammergauer 1633 schworen, alle zehn Jahre das Leiden und Sterben Christi aufzuführen, wenn niemand mehr an der Pest stirbt. Das Flehen wurde erhört und so führten die Oberammergauer 1634 das erste Passionsspiel auf. Heute findet das "Spiel vom Leiden, Sterben und der Auferstehung unseres Herrn Jesus Christus" im eindrucksvollen Passionstheater mit seinen 4.700 überdachten Plätzen statt. Unter der musikalischen Leitung von Markus Zwink werden beim Ökumenischen Gottesdienst Teile aus der "Primizmesse" und der Passionsmusik von Rochus Dedler (1779-1822) aufgeführt – ein erster musikalischer Vorgeschmack auf die Passionsspiele, die vom 16. Mai bis 4. Oktober 2020 stattfinden werden.

Nach dem Ökumenischen Gottesdienst werden um 12.00 Uhr die Darsteller der Passionsspiele 2020 bekannt gegeben. 1830 Bürgerinnen und Bürger aus Oberammergau haben sich beworben.