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Wie werde ich zufrieden? Glaube.Leben.

Arbeit, Bildung, Genuss, Vermögen, Sex, Wohlstand: Was macht mich im Leben wirklich zufrieden? Ein ganz bestimmtes Buch der Bibel zeigt, dass nichts davon zu "echter Zufriedenheit" führt – das schaffen zwei andere Dinge.

Das Video im Wortlaut

Wenn ich der Werbung Glauben schenken darf, dann hängt meine Zufriedenheit vor allen Dingen davon ab, welche Marmelade ich mir morgens gönne, woher meine Autoversicherung stammt und welche Marke meine nächste Armbanduhr hat. Aber wie werde ich eigentlich wirklich zufrieden in diesem Leben?

In der Bibel gibt es einen Mann, der für seine Zeit unvorstellbar reich war und der mit seiner Suche nach Zufriedenheit ein ganzes Buch in der Bibel füllt: König Salomo. König Salomo versucht auf all die klassischen Weisen zur Zufriedenheit zu kommen: Arbeit, Bildung, Genuss, Vermögen, Sex, Wohlstand. All die Bereiche, in denen er versucht das Bestmögliche herauszuholen. Was ihm auch gelingt! Doch dann, nachdem er alles durch hat, kommt er zu einer ziemlich fatalen Erkenntnis: Das Leben widert ihn an, alles scheint sinnlos und die Zufriedenheit anhand all dieser Dinge festzumachen, scheint ihm wie der Versuch, Wind einfangen zu wollen. Das Problem, das König Salomo betrifft, betrifft heute jeden, der in diesem Bildungs- und Schulsystem gefangen ist. Ein klassisches Gespräch zwischen Kindern und Eltern: "Mama und Papa, warum muss ich denn eigentlich so viel lernen?" "Damit du einen guten Abschluss erhältst!" "Und wozu brauche ich einen guten Abschluss?" "Damit du eine gute Ausbildung machen kannst!" "Und wozu brauche ich eine gute Ausbildung?" "Damit du gut Geld verdienst!" "Und wozu brauche ich gutes Geld?" "Damit du dir schöne Sachen gönnen kannst!"

Aber ob diese Dinge mich wirklich zufrieden machen und mich erfüllen, das bleibt am Ende offen. Und ich wage es stark zu bezweifeln. Aber was dann? Woher bekomme ich nun Zufriedenheit? Der erste Blickwinkel ist der brutalste und der härteste, aber einer der am einfachsten hilft, das Wichtige vom Unwichtigen zu unterscheiden. Der Tod! Am Ende unseres Lebens ist es gar nicht so unwahrscheinlich, dass wir in einem Krankenhausbett auf unser letztes Stündlein warten werden. Und die Frage ist, werden wir uns dann noch mal einen Koffer voller Geld bringen lassen, um ihn uns auf die Brust zu legen, damit er uns das Herz wärmt? Fragen wir dann nach der Ehrenmedaille, die uns noch einmal unsere Leistungen und Erfolge vor Augen führt? Oder werden wir darum bitten, unser frisch gewaschenes Auto vors Krankenhausfenster zu fahren, damit wir es noch einmal betrachten und begutachten können!?! Der Tod hilft danach zu fragen, was ist wirklich bedeutungsvoll in meinem Leben? Wofür ist es wirklich Wert mich einzusetzen, mich zu engagieren?

Der zweite Blickwinkel ist der, nach der echten Zufriedenheit. Das heißt, wenn wir wieder einmal einen Wunsch und ein Verlangen haben, das unbedingt gestillt werden will, einen genaueren Blick zu riskieren. Und zu fragen, um welche Sehnsucht und welches Verlangen geht es eigentlich? Was ist das tiefere Begehren? Da geht unsere Sehnsucht hin. Und das ist der Weg zu wahrer Zufriedenheit und Erfüllung. König Salomo kam jedenfalls am Ende zu der Erkenntnis, dass das Materialistische nicht zufrieden macht. Für ihn waren die Lösungen, die Erkenntnis, dass es einen Gott gibt und dass ich eine Beziehung zu ihm brauche, weil ich weiß und wissen soll, dass er mein Leben trägt und hält. Und nicht ich! Egal wie sehr ich mich bemühe, es zu besitzen und zu kontrollieren. Und seine zweite Erkenntnis war, dass ich dankbar und glücklich sein darf, für echte verlässliche und tragende Beziehungen. Und das sind zwei Erkenntnisse, von denen ich glaube, dass sie es wert sind immer wieder in den Blick genommen zu werden, auf der Suche nach einem zufriedenen Leben.

Im Video-Format "Glaube.Leben." beantwortet Christian Olding Fragen, die sich jeder irgendwann mal stellt. Die katholisch.de-Serie will Orientierung für das eigene Leben mit dem Glauben geben. Aus seiner persönlichen und beruflichen Erfahrung heraus, nimmt Christian Olding den Zuschauer an die Hand. Dabei bedient er sich in gewohnter Manier klarer Worte und Bilder. Jeden zweiten Dienstag erscheint eine neue Folge auf katholisch.de und in unserem Youtube-Kanal.